ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

Privatisierungsreports der GEW

Seit 2006 bringt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (mit der Max-Traeger-Stiftung) so genannte Privatisierungsreports heraus. Hierbei geht es um den zunehmenden Rückzug des Staates aus der Bildung.

Mit freundlicher Genehmigung der GEW haben wir die Reports jeweils nach Erscheinen zum Herunterladen auf unsere Seite Aus Politik und Zeitgeschehen gestellt. Da es dieser Seite immer relativ aktuell zugeht, kann passieren, dass man sie nicht ohne Weiteres wiederfindet. Mittlerweile ist der fünfte Report erschienen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, eine eigene Unterseite einzurichten, auf der Sie die Veröffentlichungen jeweils im Block wiederfinden können.

Bei der GEW heißt es: "Der erste Teil des Reports vergleicht die Qualität privater, mit der öffentlicher Schulen und macht deutlich, dass der Graben zwischen Hauptschulen und Gymnasien – und nicht zwischen öffentlichen und privaten Schulen verläuft. Was Eltern bei Privatschulen suchen und mitunter an öffentlichen Schulen vermissen ist ein Ganztagsbetrieb, der es ihnen erlaubt, ganztägig berufstätig zu sein, eine geringe Sitzenbleiberquote, eine ausgeprägte Förderkultur und kleinere Klassen. Dabei wird belegt dass es mittlerweile eine Vielzahl öffentlicher Schulen gibt, die reformpädagogisch arbeiten, ganztags geöffnet sind und sich der individuellen Förderung verschreiben. Diese haben bei PISA hervorragend abgeschnitten, so der Report. Der zweite Teil fragt nach der Funktion, den Möglichkeiten und der kommerziellen Bedeutung von „Nachhilfeunterricht“. Was früher im privaten Wohnzimmer von Oberschülerinnen und pensionierten Studienräten angeboten wurde, findet heute in kommerziellen Nachhilfe-Instituten statt. Sie bauen ihre Marktanteile in diesem Segment aus, polieren an ihrem Image mit eigenen „Gütesiegeln“ und streben an, in Form von Public Private Partnerships, fester Teil des öffentlichen Schulwesens zu werden. Ohne Privatschulen und Nachhilfe grundsätzlich zu verteufeln, fordert die GEW ein öffentliches für alle Kinder zugängliches Schulwesen als elementare Säule einer demokratischen Gesellschaft. Dabei ist klar: Nur wenn die öffentlichen Schulen flächendeckend zu guten integrativen Ganztagsschulen ausgebaut werden, die alle Kinder individuell und bestmöglich fördern, wird der private Bildungsmarkt überflüssig."
GEW.de

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

 

Zum Herunterladen

Privatisierungsreport 1: Vom Rückzug des Staates aus der Bildung (2006)
Inhalt
Matthias Holland-Letz
Sponsoring und Marketing an Schulen - Lesen lernen mit Keks-Buchstaben
Lernpartnerschaften - Kommt das "Allianz-GymnasiumW oder die "Thomy-Realschule"?
Was Eltern draufzahlen - Fördervereine, "Elternsteuer", Essenbeitrag und Büchergeld
(58 Seiten, 709 KB)
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Privatisierungsreport 2: Vom Durchmarsch der Stiftungen und Konzerne (2006)
Inhalt
Matthias Holland-Letz
Dienerin der Gesellschaft oder Trojanisches Pferd der neoliberalen Privatisierer? Die zwei Gesichter der Bertelsmann-Stiftung
Warum Konzerne den Einsatzu von Computern an Schule unterstützen - werbefeldzug von Intel, Microsoft, Telekom und Co.
(64 Seiten, 1.127 KB)
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Privatisierungsreport 3: Unternehmen Schule: Von Billig-Lehrern, Schülerfirmen und Public Private Partnership (2007)
Inhalt
Matthias Holland-Letz
Ein-Euro-Jobber an Schulen - Auf dem Weg zum Billig-Lehrer
Warum Firmenstiftungen, Banken und Versicherungen Schülerfirmen fördern - "Unternehmer werden gemacht, nicht geboren"
Public Private Partnership (PPP) im Schulwesen - "... in krassem Widerspruch zum Gemeinwohl ..."
(60 Seiten, 380 KB)
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Privatisierungsreport 4: Globaler Freihandel: Wie das weltweite Geschäft mit der Bildung angekurbelt wird (2007)
Inhalt
Matthias Holland-Letz
1. Worum es geht
2. Historischer Rückblick: Der Streit um Freihandel
3. GATT - Frieden durch Aufschwung
4. GATS - Eine neue Welthandelsordnung
5. Die GATS-Verhandlungen 1994  bis 2006
6. Die Europäische Dienstleistungsrichtlinie
7. Die neue EU-Handelsstrategie
8. Gefahren für das Bildungswesen: Weiterbildung - Andere Bildungsdienstleistungen - Schulen - Kindertagesstätten
9. Was tun?
(68 Seiten, 421 KB)
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Privatisierungsreport 5: Bildung als Privatsache: Privatschulen und Nachhilfeanbieter auf dem Vormarsch (2007)
Inhalt
Matthias Holland-Letz
Immer mehr Privatschulen: Aderlass fürs öffentliche Schulwesen
1. Rendite mit Schulen - das Modell Phorms-Schule Berlin
2. Qualitätsscheck: Private Schulen
3. Privatschullobby fordert merh Geld vom Staat
Private Nachhilfeinstitute: "Ideale Partner" der staatlichen Schulen?
1. Prächtige Aussichten: Boom auf dem Nachhilfemarkt
2. Reformimpuls oder neue Bildungsungleichheit?
3. Qualitätscheck: Wie gut sind kommerzielle Institute?
4. Steuer-Privilegien für Nachhilfeanbieter
5. Propagande inklusive: Nachhilfe von NPD und Scientology
(68 Seiten, 579 KB)
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Wir laden Sie ein, auch unsere Seiten NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" und Schule: Die "etwas andere" Schule zu besuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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