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Gelüftet: Das Geheimnis der Pferdeflüsterer

 

Die gemeinsame Sprache lernen

Von Heinz Welz

Wer in seine Seminare kommt, will es wissen, lässt sich auf die Zwiesprache mit dem Pferd im Round Pen ein. Sie basiert auf körpersprachlichen Signalen, die wir lernen und bei jeglichem Zusammensein mit dem Pferd einsetzen können. Und noch viel mehr: Alles hier Probierte und Erfahrene ist auf unser gesamtes Leben übertragbar. Exklusiv für freizeit im sattel übersetzt  Heinz Welz - Trainer und Profi in Sachen Kommunikation - hier die Sprache des Pferdes.

Eigentlich war Helga (36) nur zum Seminar gekommen, um zu lernen, wie sie Kaltblutstute Susie Manieren beibringen könnte, ohne auf Gewalt zurückgreifen zu müssen. Als Helga am Sonntagabend den Hof mit ihrem Pferd verließ, war sie weitaus klüger: Denn sie wusste nun überraschenderweise auch, warum all ihre Diätpläne seit 20 Jahren gescheitert waren, eine Therapie ohne Erfolg geblieben war und sie weiterhin 50 Pfund Übergewicht mit sich herumschleppte. Es war Susie, die in nur einer Stunde für die durchschlagende Erfahrung sorgte, welche Ursachen Helgas jahrzehntelangem Heißhunger wirklich zugrunde lagen. Dass Helga "nebenbei" auch noch lernte, Susies Spontaneität (wie sie es nannte, wenn das Pferd sie oder andere "mal kurz über den Haufen" rannte) in geordnete Bahnen zu lenken, war nur noch ein erfreuliches Zusatzergebnis. Damit gehört Helga zu denen, die zwar dem Geheimnis der Pferdeflüsterer auf den Grund gehen wollen, dabei aber im Umgang mit einem Pferd so manch eigenem großen Geheimnis auf die Spur kommen.

Wir spiegeln uns im Tier

Diese Menschen schauen wie in einen Spiegel. Sie reflektieren sich selbst im Umgang mit ihrem Pferd, und es gelingt ihnen, den einen oder anderen dunklen Fleck in ihrem Inneren zu erhellen.

Andere lernen im Seminar einfach Neues über sich und über ihr Leben. Wie Biggi (27), die Wochen später in einem Brief schrieb, dass sie jetzt endlich den Mut gefunden habe, im Betrieb zu kündigen und ihren Traumjob anzusteuern.

Die meisten meiner Kursteilnehmer/innen empfinden die drei Seminartage als "weit über das Thema Pferd hinausgehend" - obwohl wir uns doch fast ausschließlich mit Pferden beschäftigen: etwa mit Filou und Rebell, die mit ihren Reitern im Gelände "den Molli" machen; mit Favor und Shatan, die um keinen Preis der Welt einen Hänger betreten wollen, oder mit Sultan und Fanny, die ihre Menschen in den Finger oder Popo beißen, wenn gefüttert, geputzt oder hufgekratzt wird.

Am Ende der drei Tage tragen alle Kursteilnehmer eine Art Wörterbuch bei sich. Titel: "Mein Pferd, (k)ein unbekanntes Wesen." Sie haben die Ursachen für so genannte Unarten kennengelernt; verstanden, was ihnen ein Pferd mit jedem einzelnen Huf sagen will; warum es seine Ohren wie spitzt, seinen Kopf hebt, seine Lippen leckt oder auf die Zähne beißt.

Das Pferd kann (uns) schon lange lesen ...

Sie haben gelernt, Pferde zu "lesen" und warum ihre Pferde schon lange lesen können. Sie haben gelernt, mit der Fingerspitze Durchgänger zu entlarven und mit der Schulter Einladungen auszusprechen; sie haben ihre Pferde als Plaudertaschen oder Drückeberger kennengelernt (sich selbst allerdings auch!); und sie haben vor allem gelernt, ihren Pferden die richtigen Antworten zu geben: mal lauter, mal leise, aber fast immer ohne Worte.

Am Schluss des Seminars, manchmal erst nach drei Wochen oder drei Monaten, hat sich ihr Verhältnis zu Pferden weitgehend gewandelt. Probleme sind behoben oder als Wachstumschancen erkannt. Wie bei Jochen, der völlig perplex bekannte: "Das, was ich in diesen drei Tagen über Pferde gelernt habe, ist mehr als in den vergangenen fünfzehn Jahren!" Oder Herbert: "Ich finde es schade, dass es dies nicht schon vor 35 Jahren für mich gegeben hat, als ich mit Pferden anfing."

Wer ist reif für Erkenntnisse?

Tatsächlich: Wir beschäftigen uns wirklich fast ausschließlich mit Pferden. Wie kommt es dann trotzdem zu solch tiefgreifenden Erkenntnissen wie etwa bei Helga? Wahrscheinlich, weil solche Menschen einfach "reif" sind, offen dafür, was ihnen ihr Pferd wirklich sagen kann. Das Pferd als Spiegel der Seele - dieses Faszinosum wird oft mit verklärtem Blick zitiert. Aber wie ist dieser Blick in den Spiegel zu tun?

Bisweilen bedarf es dabei der Hilfe von außen: durch gelenkten Perspektivwechsel etwa oder, wie bei Helga, indem ich sie in die Rolle ihres Pferdes schlüpfen ließ. Meine Ausbildung und Erfahrungen helfen zuverlässig, Schatten zu erhellen und ins Stocken geratene Dialoge wieder in Fluss zu bringen. Das Überraschende aber ist, dass dabei die meisten Störungen zwischen Mensch und Pferd ganz nebenbei gleich mitbehoben werden. So stellte die schwarze Ponystute Daisy prompt ihr Buckeln ein, als ihre Besitzerin Inga ihr persönliches Thema gefunden und akzeptiert hatte. Warum? Die These lautet: Wenn der Mensch beispielsweise im Buckeln des Pferdes ein Sinnbild für eigenes Verhalten erkennen und annehmen kann, stößt er sehr schnell zum eigentlichen Thema vor. Und die Frage "Wo oder wie findest du dich darin wieder?" führt zielsicher zu einer überraschenden Identifikation und Lösung. In vielen Fällen reicht es aber auch, dass Menschen lediglich mehr über die Sprache der Pferde erfahren, um ein anderes Verhältnis zu ihnen aufzubauen, und somit manches Missverständnis beheben können.

Wir führen das Pferd - aber wie?

Dass die meisten Seminarteilnehmer jedoch sehr schnell merken und akzeptieren, dass die Beschäftigung mit Pferden weit in ihr Leben hinein reichen kann, liegt sicher auch daran, dass ich das Thema Führung beim Umgang mit Pferden klar in den Vordergrund stelle. Denn: Ob das Pferd geritten, vom Boden oder Kutschbock aus gefahren oder von der Weide geholt wird - es wird immer geführt (zumindest sollte es so sein). Und die (Grund-) Regeln für das Führen eines Pferdes unterscheiden sich gar nicht so sehr von den (Grund-) Regeln für das Führen von Menschen - ja nicht einmal von denen der eigenen Lebensführung. Dass dies dem einen oder anderen weit hergeholt oder auf den ersten Blick unglaublich erscheinen mag, wundert nicht. Es ist ja tatsächlich verblüffend. Doch im Grunde ist es wie mit Reiten oder Klavierspielen: Wer diese Kunst selbst nicht beherrscht, der mag kaum glauben, dass die Finger eines Pianisten so geschwind die jeweils richtigen Tasten treffen oder dass ein Mensch einem Pferd so ausdrucksvolle Schrittfolgen zu entlocken vermag. "Das könnte ich nie!", heißt es dann. Dabei bedarf es auch hier "nur" des Wissens, des Wollens, des Übens und der Ausdauer, um zu Ergebnissen zu kommen.

Führen bedeutet nichts anderes, als sich selbst und/oder andere zu selbstverantwortlichem Handeln zu bewegen. Genau darum geht es in meinen Seminaren: dass ich die Kursteilnehmer (und die dann wiederum ihre Pferde) befähige (durch Wissensvermittlung und Training), sie ermutige (durch Motivation) und sie ermächtige (ihnen Spielraum lasse).

Fünf Schritte zur Verantwortlichkeit

Das Ganze geschieht in fünf Schritten:

1. Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit (was nehme ich mit meinen Sinnen wahr; nicht: Wie beurteile und bewerte ich etwas).

2. Lernen und Erkennen (Selbstbeobachtung, Reflexion),

3. Tun (Versuch und Irrtum),

4. positives Feedback (Steigerung von Erkenntnis und Zufriedenheit),

5. Persönlichkeitsentwicklung (Erfahrungen machen, Angst abbauen, Vertrauen aufbauen; nicht: "Das habe ich schon immer so gemacht" oder "Das habe ich aber noch nie gemacht").

Dies alles gilt für Mensch und Pferd (fast) gleichermaßen. Wer führen will, der muss dazu das notwendige Wissen besitzen, Führungsfähigkeit haben oder trainieren, Führungsbereitschaft mitbringen (das kann ebenfalls trainiert werden), Selbstkontrolle üben, soziale Kompetenz haben (also kommunikationsbereit, kritik- und konfliktfähig, kooperations- und motivationsfähig sein).

Führung ist optimale Kommunikation

Mit anderen Worten: Führung bedeutet nichts anderes als optimale Kommunikation. Kommunikation wiederum heißt: sich verständigen, um sich zu verstehen, letztlich sogar um eine Gemeinschaft zu bilden. Wer hat nicht schon davon gehört: mit seinem Pferd eine Einheit zu bilden als Höhepunkt des gemeinsamen Tuns. Die Voraussetzung dafür? Kommunikation! Optimale Verständigung also. Eins-Sein ist die höchste Stufe der Kommunikation.

Das kann nicht nach der Sklaventreibermethode ablaufen: Einer brüllt und peitscht, die anderen spuren. Doch selbst, wenn man es so wollte: Es würde auf Dauer nicht funktionieren. Und erst recht nicht, wenn der andere die Sprache nicht versteht. Was übrig bliebe, wären Reibungsverluste, Stress, Duckmäusertum aus Angst vor Strafe. Die Folge: völlige Abstumpfung, Flucht oder Auflehnung bei der erstbesten Gelegenheit.

Unser Ziel: die Fremdsprache "Pferd" lernen

Wichtigste Voraussetzung für Verständigung ist also, die Sprache des anderen zu verstehen und sie auch zu sprechen. Nicht etwa, darauf zu warten, dass der andere mich versteht. Vom "jemanden Verstehen" ist es nicht weit zum "Sich-(gut)-Verstehen". Die Folge: weniger Ärger, mehr Freude und Erfolg. Die Sprache der Pferde lässt sich recht leicht erlernen, man braucht sie nur untereinander zu beobachten: ihr Pflegeverhalten, ihre Rangordnungsspiele, ihre Mimik und Gestik. In meinen Seminaren gebe ich unter anderem die Erkenntnisse wissenschaftlicher Verhaltensforscher und amerikanischer Cowboys darüber weiter.

Körpersprachliche Übungen helfen den Teilnehmern überdies, nicht nur die gestischen und mimischen Ausdrucksformen der Pferde zu verstehen, sondern auch ihre eigenen Körper-Botschaften, die meist unbewusst ausgesendet werden - und für eine Menge Verwirrung sorgen können. Grundlage für die Übungen und Aktionen sind die Erkenntnisse des Pantomimen Samy Molcho und des amerikanischen Trainers Monty Roberts, die durch eine Vielzahl meiner eigenen Erkenntnisse und Erfahrungen ergänzt werden.

Während des Seminars übernehme ich die Rolle des Dolmetschers: Ich kleide die Bewegungen von Mensch und Pferd in Worte, verleihe ihren Aussagen vernehmbaren Klang und verstehbaren Inhalt. So werden aus Bewegungen Dialoge, manchmal harte Diskussionen oder Streitgespräche zwischen Mensch und Pferd. Anfangs allerdings herrscht meist eine babylonische Sprachverwirrung, so dass jeder erkennen kann, woher all die Missverständnisse zwischen Mensch und Pferd rühren.

Das Ergebnis ist die von mir entwickelte FOL-KOMM-EN-Methode - Folgsamkeit zu erreichen durch Kommunikation und Energie. Zur Führung bedarf es zunächst der Energie, körperlicher, seelischer und geistiger Energie. Denn Ziel aller Führungsaktivität ist es schließlich, Wirkung zu erzielen, etwas in Bewegung zu setzen. Die Formel für den richtigen Energieaufwand lautet: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Alles andere würde entweder nicht zum Ziel führen oder mit zuviel Aufwand erreicht werden.

Ein Pferdeflüsterer ist - so gesehen - also jemand, der mit geringstmöglichem Aufwand das bestmögliche Ergebnis in seiner Kommunikation mit dem Pferd erzielt - eben nur durch Flüstern (wobei dieses Wort nur als sprachliches Bild für die Feinheit der Kommunikation steht).

Folgen hat in meinem Konzept drei Bedeutungen:

1. Mental - derjenige, der folgen soll, muss zunächst einmal verstehen, was er soll, muss sich klar darüber sein, was von ihm verlangt wird. Ohne Verstehen kein bewusstes Folgen.

2. Emotional - wenn er es verstanden hat, muss er es auch wollen. Ohne Wollen kein Tun.

3. Physisch - der leichtgewichtigste Faktor von allen Dreien. Denn: Wer etwas verstanden hat und es auch will, das macht er - vorausgesetzt, er wird nicht daran gehindert.

Diesen drei Bedeutungen von Folgen als Bedingung für erfolgreiches Führen muss sich der/die Chef/in (Pfleger, Reiter, Kutscher, Vater, Mutter, Vorgesetzte/r...) zunächst selbst unterwerfen: Er muss wissen, worum es geht; er muss es wollen; und er muss es tun. Wie (gut) es dann klappt, hängt wiederum von der Kommunikation ab: "Wie sag' ich's meinem Pferd? Und was sagt mein Pferd dazu?"

Round Pen - Schulklasse oder Therapiecouch?

Im Mittelpunkt unseres Dialogs mit dem Pferd steht der Round Pen, das Trainingsrund der amerikanischen Horsemen, mit einem Durchmesser von 14 bis 16 Metern. Der Round Pen ist der Lernort, die Schulklasse, das Trainingsareal, manchmal auch Therapiecouch - je nach Stand der Dinge. Hier treffen Schüler und Lehrer zusammen. Wobei keineswegs feststeht, wer - Mensch oder Pferd - welche Rolle einnimmt!

In diesem begrenzten Round Pen lernt das Fluchttier Pferd - in relativer Freiheit ohne Gefahr der körperlichen oder seelischen Verletzung - eine akzeptable Alternative zu seinem natürlichen Fluchtinstinkt kennen: die geordnete Bewegung in alle gewünschten Richtungen. Der Mensch lernt sich selbst kennen: als ängstlich oder ziellos, entscheidungsstark oder entscheidungsschwach, gewaltbereit oder gewalttätig, als führungsstark oder führungsschwach. Er fühlt und erlebt, ob er selbst in seinem Verhalten eher dem Fluchttier oder dem Raubtier zuneigt. Vor allem aber lernt er, sein Pferd zu verstehen.

Wenn er sich dann auf seinen Lernweg macht - all seine Sinne, Herz und Verstand öffnet - hat er gute Chancen, zu einer natürlichen Autorität zu werden - nicht nur im Umgang mit Pferden, sondern fürs ganze Leben. Eine Autorität weiß, sich selbst und anderen den notwendigen Raum zu lassen für Entwicklung; je nachdem lässt sie die Zügel locker oder nimmt sie an. Das Ergebnis ist ein Umgang zwischen Partnern, die ihre eigene Verantwortung kennen und bereit sind, sie zu übernehmen.

Fazit: Wer fähig ist, Pferde sicher zu führen und sie ihren Möglichkeiten entsprechend zu fördern, der hat gute Chancen, auch Menschen zu führen - sich selbst eingeschlossen. Wer sich - umgekehrt - von seinem Pferd aus Unwissenheit oder Unwillen führen lässt, wird auch sonst auf seinem Lebensweg schlingern. Und wer dazu neigt, aus Angst oder Unwissenheit, seinen Mitarbeitern Fesseln anzulegen, ihnen nur innerhalb eng(st)er Grenzen traut (wenn überhaupt!), wird viel Unheil anrichten und sich wie anderen das Leben unnötig schwer machen.

Der Umgang mit Pferden ist ein Abbild des Lebens, seiner Erfolge und seiner Misserfolge. So wie ein Kind zunächst laufen lernen muss, um sich durchs Leben zu bewegen, bedarf auch der Pferdemensch zunächst einer Technik, um Bewegung zielgerichtet zu vollführen. Dann kommt der Aufbau von Sprache, um in Austausch mit anderen zu treten. Die nächste Stufe ist der geistige und seelische Wachstumsprozess. Erst hier vollendet sich der Mensch.

Wer bereit ist, kann innerhalb des Drei-Tage-Seminars alle drei Stufen kennen lernen. Manch einem reicht es allerdings fürs erste, nur Bewegungstechnik gelernt zu haben. Doch auch er merkt schnell, dass er beginnt, eine andere Sprache zu sprechen. Und von dort aus ist es nicht mehr weit, auch sein Denken zu ändern. All das führt zu mehr Sicherheit im Umgang mit Pferden und zu mehr Wohlbefinden - für Mensch und Pferd.

Verstand heißt im englischen sense. Interessanterweise gibt es aber noch eine Steigerung davon: Wir Deutsche sprechen ja bekanntlich vom gesunden Menschenverstand. Auch die Engländer haben ein Wort dafür: Horse sense! Alles klar? Es bedeutet nichts anderes als dies: Wenn wir lernen, auch wie die Pferde zu denken, werden wir nicht nur ein Stückchen klüger. Die Klugheit hat dann sogar eine eigene Qualität, sie ist "gesund". Was könnte uns Besseres passieren!?

 

Gelüftet: Das Geheimnis der Pferdeflüsterer (Teil 2)

Ein guter Chef werden

"Hilfe - mein Pferd rempelt, drängelt und ignoriert mich!" Kennen Sie auch diese Situation? Doch unser Traum vom aufmerksamen Folgen und feinen Führen kann Wirklichkeit werden: Wir gehorchen den Regeln der Rangordnung, verbannen das Raubtier und Fluchttier in uns und werden statt dessen eine Autorität für unser Pferd. Heinz Welz bringt uns auf den Weg.

Was wir im Deutschen "gesunden Menschenverstand" nennen, heißt auf englisch bezeichnenderweise "horse sense". Sprache enthüllt: Die englischen Sprachschöpfer wussten offensichtlich etwas von der besonderen Bedeutung der Pferde, dass diese den durchschnittlichen menschlichen Verstand übertreffen. Der gesunde Menschenverstand umfasst das Fühlen ebenso wie die Vernunft, die Wahrnehmung mit allen Sinnen, die Klugheit und Klarheit des Verstandes sowie das Erkennen der Bedeutung von Dingen und ihrer Zusammenhänge. Und genau dazu kann uns die Beschäftigung mit Pferden führen. Kann, muss nicht, wie die unzähligen Beispiele geschundener und missbrauchter Tiere zeigen - ob sie für Arbeit, im Sport oder in der Freizeit "genutzt" werden.

Wer diesen Zugang zu den tieferen Bedeutungen finden möchte, muss zunächst eines mitbringen: Respekt vor der Natur und vor dem Pferd. Meine Einstiegsformel für diesen Respekt lautet: Das Pferd will es dir immer recht machen. Immer!

Unerwünschtes Pferdeverhalten - der Mensch steckt dahinter

Wer einmal abgebuckelt wurde, einen Tritt mitbekommen hat oder hinter durchgehenden Pferden auf dem Kutschbock um sein Leben fürchten musste, ja sogar der Turnierreiter, dem das Pferd im entscheidenden Augenblick von der Hand geht, oder der Freizeitreiter, dem es immer mal wieder nicht gelingt, sein Pferd vom Hof wegzureiten, der wird diesen Satz verständlicherweise mit Widerwillen lesen, ihn jedenfalls nicht glauben.

Wer sich dennoch einmal auf das Abenteuer einlässt, herauszufinden, was das Pferd ihm "sagen" wollte mit seiner Aktion, wird zu verblüffenden Ergebnissen kommen: Hinter dem offensichtlichen Fehlverhalten des Pferdes steht nämlich ein unbewusster Klärungsbedarf beim Menschen. Wer dann auch noch herausfindet, was in ihm zu klären ist, tut mit Sicherheit einen wichtigen Schritt in seiner Persönlichkeitsentwicklung oder kommt der Lösung eines Lebensproblems näher.

"Wer die Natur beherrschen will, der muss ihr gehorchen", so lautet ein weiser Satz. Pferde (wie auch Menschen) sind ein Teil der Natur. Pferde beherrschen zu wollen, bedeutet demnach also, ihnen zunächst zu gehorchen und nicht etwa, von ihnen Gehorsam zu verlangen. Gehorchen heißt soviel wie folgen. Und dies wiederum bedeutet mindestens dreierlei: 1. Folgsamkeit, 2. jemandem hinterherlaufen und 3. einem Sachverhalt folgen können, also etwas kapieren. In "Gehorchen" steckt aber auch hinhorchen oder zuhören. Bezeichnenderweise enthält der Originaltitel von Monty Roberts' Buch "The Man who Listens to Horses" (übersetzt: "Der den Pferden zuhört") genau diesen Gedanken: auf die Natur zu hören. Dann nämlich erst lernt man ihre Regeln und Gesetze kennen, und wenn man weiß, worum es geht, sollte man sie auch befolgen; erst wer sich den Gesetzen der Natur unterwirft, ist in der Lage, die Natur zu beherrschen - ohne Zwang und Schaden auf der einen oder anderen Seite.

Lernort Round Pen: zuerst die Technik

Will ich nun herausfinden, welcher Sinn hinter der unliebsamen Aktion meines Pferdes steht, brauche ich nur noch in mich hineinzuhorchen, um die Antwort zu finden. Das funktioniert auch bei Laien, Leuten also, die kaum mit Pferden zu tun haben - und hier sogar leichter, wie sich bei meinen Seminaren für Führungskräfte (ohne Pferdeerfahrung) immer wieder herausstellt.

Pferdemenschen tun sich erheblich schwerer, da sie oft meinen, ihr Pferd müsse erst einmal sie verstehen, ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse, ihre Hilfen. Statt - umgekehrt - zunächst dafür zu sorgen, dass man das Pferd versteht. Diese Menschen möchten Pferde mit Hilfe von Technik und technischen Mittel beherrschen.

Weil aber der herkömmliche (Pferde-)Mensch nun mal dem Irrglauben anhängt, dass er die Krone der Schöpfung sei, beginnen wir im Seminar "Das Geheimnis der Pferdeflüsterer" in der Round Pen-Arbeit zunächst mit bloßer Technik: Wie kontrolliere ich die Bewegungen eines Pferdes? Wir imitieren dabei die Körperpositionen einer Leitstute, wie sie beispielsweise Monty Roberts in seinem Buch beschreibt. Wir fragen das Pferd körpersprachlich, ob es uns respektiert und lassen es seinen Fluchttrieb ausleben. Dabei beobachten wir es genau - seinen Bewegungsrhythmus, seine Augen, seine Ohren, seinen Hals, sein Maul. Sehr schnell merken die Seminarteilnehmer, dass das Verhalten des Pferdes im Round Pen vor allem aber von ihrem eigenen Verhalten abhängt, von Bewegungsrhythmus und Körperhaltung, von Gestik und Mimik, ja sogar von den Gedanken. Sie spüren in ihrem Kopf und in ihrem Körper, ob sie tatsächlich führen oder vom Pferd geführt werden.

Erst wenn im körpersprachlichen Dialog zwischen Mensch und Pferd einigermaßen Klarheit entstanden ist, gibt das Pferd Zeichen seiner Bereitschaft, folgen zu wollen. Nun kommt es auf den Menschen an, diese Zeichen zu erkennen und entsprechend zu antworten. Gesichtsausdruck, Hand- und Körperhaltung müssen sich dabei haargenau in der richtigen Position und in Harmonie befinden, um das Pferd davon zu überzeugen, dass es vertrauen kann und folgen sollte.

Bei diesen Aktionen im Round Pen erfahren die Seminarteilnehmer am eigenen Leib, welchen (körper-)sprachlichen Unsinn sie in der Vergangenheit ihrem Pferd gegenüber häufig verzapft haben. Dass ihr Pferd sie ja laufend missverstehen musste, und sie merken auch, welches Unrecht sie ihren Tieren oft angetan haben, wenn sie sie für selbstverursachte Missverständnisse auch noch straften.

Unsere Pferde wollen folgen ...

Stimmt das Gespräch zwischen Mensch und Pferd, wendet sich der Vierbeiner dem Zweibeiner zu und folgt ihm. Stimmt die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd dauerhaft, dann folgt ihm das Pferd sogar durch dick und dünn. Pferde sind als Herdentiere von Natur aus Gefolgswesen. Sie wollen folgen, wenn wir sie nur ließen. Fürchten sie allerdings um ihr Überleben - gemeint ist nicht nur das körperliche Überleben, sondern auch das Überleben ihrer Erfahrungen mit Menschen - dann aktivieren sie Widerstand. Pat Parelli nennt das den "opposition reflex". Der 90jährige Tom Dorrance, "Vater" aller modernen Pferdeflüsterer, spricht vom Selbsterhaltungstrieb (self preservation) der Pferde. Diese Einschätzung halte ich im Umgang mit Pferden für besser, weil der Begriff "opposition reflex" in uns Menschen allzu leicht das Druck-Gegendruck-Prinzip aktiviert, mit der Folge, dass wir möglicherweise über die Maßen hart (re)agieren.

... wenn nicht, fürchten sie um ihr Leben

Ob Opposition oder Selbsterhaltungstrieb - wenn Pferde diesen Reflex aktivieren, dann fürchten sie um ihr körperliches, emotionales oder mentales Überleben, dann haben sie entweder pure Angst, keinerlei Respekt vor Menschen, oder sie sind frustriert, weil sie sich zum x-ten Mal missverstanden fühlen. All diese Motive und Reaktionen der Pferde sind angelernt: Sie haben gelernt, Angst vor Menschen zu haben; sie haben gelernt, Menschen den Rang streitig zu machen; und sie haben gelernt, dass der Mensch oft "Hü" sagt, wenn er "Hott" meint.

Fluchttier, Raubtier oder Autorität?

Wir Menschen haben für unser Verhalten - im Unterschied zum Fluchttier Pferd - die Wahlmöglichkeit. Wir können wählen, ob wir uns selbst wie Fluchttiere verhalten, wie Raubtiere oder wie Autoritäten. Im ersten Fall lassen wir, vielleicht aus Angst vor Konfrontation und ihren Folgen, im Ernstfall das Pferd entscheiden, ob es aus Selbstschutzgründen die Flucht ergreifen möchte. Im schlimmsten Fall führt der Fluchtweg dann quer über die Landstraße oder über Waldwege mit tief hängenden Ästen.

Als Raubtiere knebeln, fesseln und spornieren wir die Pferde und lassen ihnen keinerlei Raum für eigene Entscheidungen. Leder und Eisen sind dann die Haupt-Kommunikationsmittel. Und verschwinden die Probleme nicht, rüsten wir weiter auf: noch mehr Leder, noch mehr Eisen, und die "Hilfen" erreichen ein Intensitätsniveau, das einem Dauerkonflikt angemessen ist. Und wenn gar nichts mehr geht, kommt das Tier entweder zum Trainer, zum Metzger oder es wird verkauft.

Am schlimmsten ergeht es Pferden jedoch mit Menschen, die ständig von einem ins andere Extrem verfallen: mal Fluchttier, mal Raubtier. Fühlt sich dieser Pferdemensch sicher, dann haut er gnadenlos drauf; deutet das Pferd nur an, dass es auf gleichem Gefahrenniveau zu antworten bereit ist, dann zieht er sich ängstlich zurück.

Die einzige Alternative lautet: Wir müssen im Umgang mit Pferden lernen, Autoritäten zu werden. Doch das ist schwer. Denn dazu müssen wir erst einmal bereit sein, unsere Komfortzone zu verlassen: den Bereich des Gewohnten. Der Round Pen ist ein vorzüglicher Raum für gemeinsames Lernen. Das Pferd bewegt sich selbst und wird darin in begrenzter Freiheit bewegt: Es kann fliehen, ohne sich allerdings völlig dem Kontakt und der Kommunikation entziehen zu können. Und es darf fliehen, wie es seine Natur ist und solange es sein Selbstschutzempfinden ihm aufträgt.

Verhält der Mensch sich richtig, wird das Pferd die Erfahrung machen, dass Flucht vor einer Autorität immer nur die zweitbeste Lösung ist. Auch der Mensch erlebt den Round Pen so: Sein menschlicher Fluchttiercharakter kann nicht - wenn es unangenehm wird - das Weite suchen; sein Raubtiercharakter bekommt bei jeglichem unangemessenen Energieeinsatz prompt die herbe Quittung.

Das Pferd trägt seine Verantwortung

So wie in der Natur die Leitstute die Gangart und Bewegungsrichtung der Herde bestimmt (auch bei Rangordnungsspielen tut dies das ranghöhere Tier), gibt im Round Pen der Mensch Ziel und Tempo vor. Es liegt dann in der Selbstverantwortung des Pferdes, weder Gangart noch Richtung eigenmächtig und ohne Aufforderung zu wechseln. Und so wie das Pferd in der Herde selbst dafür zu sorgen hat, nicht ins Stolpern oder ins Rutschen zu geraten (das würde seine Überlebenschancen mindern), sollte es auch im Round Pen und unterm Sattel darauf achten, wohin es seine Hufe setzt. Ein gesundes Pferd, das - von außen unbeeinflusst - stolpert, ist nicht bei der Sache. Es respektiert den Menschen nicht als Leitwesen.

Eine Autorität lässt ihren Mitarbeitern (Pferden, Angestellten, Kindern) genau soviel Raum, wie sie brauchen, um sich zu entwickeln. Sie hat das richtige Gefühl dafür, wann es an der Zeit ist, den Bewegungsraum zu begrenzen oder ihn auszuweiten, und befindet sich dabei emotional, körperlich und geistig in der Balance. Sie scheut keinen Konflikt und vertraut auf die Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiter. Das Vertrauen jedoch muss hart erarbeitet werden. Denn bevor sich der Chef-Mensch auf den Pferd-Mitarbeiter verlassen darf, sollte er seinem Mitarbeiter bewiesen haben, dass er selbst verlässlich ist. Das heißt: Zunächst muss der Boss Leistung bringen, bevor er sie vom Untergebenen erwarten darf. Das ist seine Verantwortung. Erst dann glaubt der Mitarbeiter: "Der Boss weiß in jeder Hinsicht, was er will. Es ist besser, ihm zu gehorchen."

Fehler - keine Katastrophen, sondern wertvolles Feedback

Eine Autorität weiß auch, was sie von Fehlern zu halten hat: Diese sind keine Katastrophen, sondern Feedback-Quellen. Eine Autorität macht daher Fehler und lässt Fehler zu. Denn daraus lernt man. Das Lob des Fehlers gehört deshalb zu den wichtigsten Themen meines Seminars. Macht ein Pferd etwa Anstalten, seine Gangart oder die Laufrichtung zu wechseln, dann versuchen wir nicht, dies zu vermeiden. Im Gegenteil: Wir lassen es zu, geben dann aber eine angemessene Antwort. Beispiel: Beim herkömmlichen Konzept des Longierens etwa, die Longierpeitsche immer in Höhe der Sprunggelenke zu halten, wird das Pferd mit der Zeit desensibilisiert und der Longenführer animiert, seine Energie immer weiter zu erhöhen. In unserem Autoritätskonzept bliebe die Peitsche (der verlängerte Arm des Menschen) regungslos unten, bis das Pferd den Fehler begeht, dann erst käme die Antwort des Menschen: Stufenweise wird die Energiezufuhr in Richtung Pferd erhöht, bis es die gewünschte Gangart wieder aufnimmt.

Drei Stufen zur Kontrolle

In der untersten Stufe reicht es, konzentriert daran zu denken, was das Pferd tun sollte. Genügt das noch nicht, strafft sich der Körper. Nur wenn das nicht ausreicht, wird die Peitsche gehoben. Die Pferde lernen schnell, diesem Stufenmodell zu vertrauen, der Mensch wird berechenbar - für sich selbst und für das Pferd. Fremdkontrolle beginnt mit Selbstkontrolle.

Pferde wie Menschen haben feste, aufeinander aufbauende Bedürfnisstrukturen. Nach dem Modell des amerikanischen Motivationspsychologen Abraham Maslow bilden physiologische Grundbedürfnisse bei Menschen die Basis. Hier geht es um

(Über-)Lebenssicherheit. Auf der nächsten Ebene folgen die materiellen Sicherheitsbedürfnisse (Einkommen, Arbeitsplatz), dann die sozialen Bedürfnisse (Freundschaft, Geborgenheit), dann Wertschätzung und Anerkennung und ganz oben, an der Spitze, die Selbstverwirklichung.

Pferde sind in ihrer Bedürfnishierarchie scheinbar etwas einfacher strukturiert: Ihr Grundbedürfnis heißt Überlebenssicherheit, es folgen die physiologischen und dann die sozialen Bedürfnisse, in deren Mittelpunkt die Rangordnung steht. Die wiederum kann Auswirkung haben auf die beiden darunter liegenden Bedürfnisse. Denn rangniedere Tiere müssen bei Nahrungsmittelmangel Ranghöheren den Vortritt lassen und sind im Fall eines Angriffs durch Raubtiere eher gefährdet (die Letzten beißen die Hunde).

Alltagsgeschäft: Rangordnung klären

Rangordnungsauseinandersetzungen sind daher Alltag bei Pferden. Sie dienen schließlich der Überlebenssicherheit. Das gilt auch für ihren Umgang mit Menschen. Der Grundsatz aller Rangordnungsspiele lautet: "Wer sich bewegt, hat verloren." Umgekehrt gilt: Wer den anderen bewegt, hat gewonnen. Und um diese Frage geht es auch im Miteinander mit Menschen: Wer bewegt wen?

Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie oft sie sich von ihrem Pferd bewegen lassen: Ob sich das Pferd am Menschen schubbert, sich mit einem Seitwärtsschritt bedenklich seinen Zehen nähert, ob es ihn mit Buckeln oder Durchgehen verängstigt oder keinen Schritt vorwärts gehen mag - immer bewegt es den Menschen: mal körperlich, wenn dieser zur Seite springt, um dem Huf auszuweichen; mal geistig, wenn er sich fragt, warum das Pferd nicht vorwärtsgehen mag (und dabei auch noch heftige Bewegungen mit Armen und Beinen vollführt); mal emotional, denn Angst, Wut oder Freude sind Emotionen - Gefühlsbewegungen.

Jede einzelne menschliche Bewegung ist eine Rangordnungsaktion zugunsten des Pferdes, die sein künftiges ("Fehl"-)Verhalten dem Menschen gegenüber bestimmt und verstärkt. Wer keine Ahnung vom Wesen des Pferdes hat, wundert sich dann. Statt jedoch die eigene Haltung kritisch zu hinterfragen, mutiert dieser Mensch im Ernstfall zum Raubtier oder Fluchttier. Weitere Verwirrung ist dann die Folge.

Was immer wir mit Pferden unternehmen - meist geht es um Führung. Selbst beim Schmusen und Liebkosen (ver-)führen wir die Pferde ja - zumindest stillzuhalten oder uns Zeichen ihrer Zuneigung und Zufriedenheit zu geben. Um jemanden führen zu können, muss der sich aber erst einmal körperlich, geistig oder emotional in Bewegung setzen lassen. Wirkliche Führungsfähigkeit erweist sich dadurch, jemanden in Bewegung setzen zu können ohne eigenen Kraftaufwand, ohne Druck oder gar Gewalt. Motivation heißt das Zauberwort aus dem Lateinischen dazu - wörtlich: "in Bewegung bringen".

So schließt sich der Kreis: Pferde zu führen heißt im Grunde also nichts anderes, als sie zu motivieren, in Bewegung zu bringen und sie dadurch zu "beherrschen". Um sie zu beherrschen, müssen wir ihnen jedoch gehorchen. Nur Pferde lehren uns, richtig mit Pferden umzugehen. Hören wir auf die Natur des Pferdes, dann kommen wir auch unserer eigenen Natur ein Stück näher. Wir bewegen uns selbst. Und am Ende steht logischerweise das, was zu den höchsten Tugenden des Menschen gezählt werden kann: die Selbstbeherrschung.

Der Autor Heinz Welz ist seit über 20 Jahren Journalist und beschäftigt sich ebenso lange mit Pferden. Der Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaftler ist im Westernsattel zuhause und arbeitet heute vorwiegend als Seminarleiter, Coach und Persönlichkeitstrainer. Seine Seminare sind in der Pferdeszene sehr gefragt. Seit 1998 lüftet er das "Geheimnis der Pferdeflüsterer". In seinen Seminaren gibt er die von ihm entwickelte "FOL-KOMM-EN"-Methode weiter, Erkenntnisse der Verhaltensforscher Klaus Zeeb und Michael Schäfer, des Zirkusmannes Fredy Knie sen. sowie das Wissen amerikanischer Praktiker wie Tom Dorrance, Sam Powell, Monty Roberts und Pat Parelli. Weitere  Ausbildungen: Lern- und Motivationspsychologie, Neuro-Linguistisches Programmieren und Körpersprache beim Pantomimen Samy Molcho.

"Pferdeflüstern kann jeder lernen" heißt der erste von drei Bänden von Heinz Welz, den wir hier gern empfehlen möchten (ISBN 3-440-08956-8, erschienen im Kosmos Verlag, 26,90 Euro). Weitere Hinweise - beispielsweise das interessante Fortbildungsprogramm - sind zu finden unter www.heinzwelz.de. Adresse: Das Geheimnis der Pferdeflüsterer - Institut für Kommunikation, Sabine und Heinz Welz, Auf der Bleiche 10, 51570 Windeck-Dreisel, Telefon 02292/800 120 oder 0171.530 4885, info@heinzwelz.de.

Vorstehender Beitrag wurde zunächst in zwei Teilen in der "freizeit im sattel" 3/2000 und 4/2000 veröffentlicht. Anschrift: freizeit im sattel - Die Fachzeitschrift rund ums Reiten, Droste-Hülshoff-Straße 3, D-53129 Bonn, www.freizeit-im-sattel.de, Telefon 0228/5301251. Wir bedanken uns bei Heinz Welz und der "freizeit im sattel", die uns diese Veröffentlichung freundlicherweise gestatteten, sowie bei Andrea York von der "freizeit im sattel", die uns dabei sehr unterstützt hat.

Die NAGEL-Redaktion

Dortmund, im August 2003

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