ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

Pfeiffer - die Zweite!

Abb.: Jugend hilft Jugend (HIDA), Hamburg

2006 begann die so genannte „Affäre Pfeiffer", die über ein Jahr lang andauerte. Seitens der Jugendarbeit und Vertretern diverser Hochschulen wurde die NAGEL-Redaktion aufgefordert, sich dem Thema zu widmen. Ursprünglich hatten wir uns durch Professor Pfeiffers Ausführungen eine Art „Steilvorlage pro Kinder- und Jugendarbeit" erhofft. Christian Pfeiffer konterkarierte seine Erkenntnisse immer wieder durch offenbar wenig Sachkenntnis bezüglich dieses Arbeitsfeldes. Wer glaubte, die Wogen hätten sich geglättet, muss sich aktuell getäuscht sehen. Erneut fordert Pfeiffer, die Jugendzentren abzuschaffen und in die Schule zu verlegen. Und er legt noch nach: Jugendzentren machen Jugendliche kriminell! Aufgrund dieser Einlassung sieht die NAGEL-Redaktion sich in der Pflicht, ein Verzeichnis „Pfeiffer – die Zweite!“ ins Netz zu stellen.

Pfeiffer und Mitarbeiter überraschen im Herbst 2008 mit einem Forschungsergebnis, das in der ZJJ 3/2008 (Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe) (*) veröffentlicht wurde. Übertitelt ist der Beitrag mit „Sind Freizeitzentren eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt?“. Die Autoren, neben Christian Pfeiffer Susann Rabold und Dirk Baier, behaupten einleitend, es sei bereits nachgewiesen worden, „dass das Aufsuchen verschiedener Freizeitorte das Gewaltverhalten“ beeinflusse. Und ferner: „Es zeigte sich, dass Jugendliche, die oft Freizeitzentren besuchen, erheblich häufiger mit Gewalttaten in Erscheinung treten als Jugendliche, die nie an diesen Orten zu finden sind. Bereits in der Vergangenheit konnte mithilfe anderer Schülerbefragungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen gezeigt werden, dass Jugendliche, die ihre Freunde über Freizeitzentren kennen lernen, übermäßig häufig delinquenten Jugendgruppen angehören. Beide Befunde veranlassen uns, eine zugegeben provokative Hypothese aufzustellen und anhand unseres Hannoveraner Datensatzes zu untersuchen: Freizeitheime/Jugendzentren (im Folgenden Freizeitzentren genannt) wirken sich unter den heutigen Rahmenbedingungen als eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt aus.“

Von dieser Seite aus gelangen sie auf diverse Unterseiten bzw. finden Sie Möglichkeiten zum Herunterladen von Dokumenten. Der Originalbeitrag steht zurzeit - nach einer Intervention der DVJJ - hier leider nicht mehr zur Verfüguing.


Die NAGEL-Redaktion

 

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(*) Herausgeberin: Deutsche Vereinigung der Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen

 


Karikatur: Stefan Roth

Freundlicherweise wurde uns die Karikatur von Stefan Roth zur Verfügung gestellt. Wir empfehlen einen Besuch auf seiner Internetseite.

 

Satire

Kolumne „Schnauze Wessi!“: Das Pfeiffersche Drüben-Fieber

Alles Nazis, Schläger, Babymörder. Meist wissen westdeutsche Experten auch gleich, warum Ostdeutsche so sind – einer vor allem. Eine Kriminologen-Kriminologie. Diese Kolumne von Holger Witzel veröffentlichte DER STERN vom 20. August 2011. Wir haben sie hier verlinkt.

 

Jugendliche beschäftigen sich mit dem Thema

Vivian Belz, Schülerin aus Köln, wandte sich Anfang 2010 an den ABA Fachverband. Hintergrund: Die Beschäftigung mit dem Thema in ihrer Schule, de- Kaiserin-Augusta-Gymnasium. Im Fach Deutsch hatte sie die Aufgabe, eine Facharbeit mit dem Titel "Die Niedersachsen-Studie in der Kritik: mediales Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen im Spiegel der Niedersachsen-Studie und der aktuellen Kritik daran" zu schreiben. Erfreulicherweise hat sie uns diese anschließend zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns, sie hier präsentieren zu können. Neben etlichen Aspekten der inhaltlichen Auseinandersetzung macht sie überdies die Ernsthaftigkeit deutlich, mit der sich junge Leute hochkompetent mit ihrem Lebensumfeld und den sie umgebenden gesellschaftlichen Zuständen auseinanderzusetzen.
Zur Facharbeit

Anhörung im Hannoveraner Rathaus

Die Ausschüsse für Jugendhilfe, Schule und Migrationsangelegenheiten hatten für den 24. August 2009 zu einer Anhörung ins Hannoveraner Rathaus geladen. Hintergrund: Die unstittenen Thesen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, in denen es unter anderem hieß, Jugendgewalt werde durch den Besuch von Jugendzentren verstärkt, sie seien eine Brutstätte der Gewalt. In der Anhörung stand der Direktor des Insituts, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, laut "Neuer Presse Hannover" vom 25. August 2009 mit diesen Anwürfen allein. Laut Albert Scherr, Professor in Freiburg, der als einer von sieben Experten anwesend war, zeige die Studie eher, dass auch "Problemjugendliche" von der Jugendarbeit erreicht werden, und zwar sei die Offene Jugendarbeit die einzige, der dies gelinge. Dafür allerdiongs benötige sie gut ausgestattete Einrichtungen und viel Personal. Ferner kritisierte er in Richtung Pfeiffer, Jugendarbeit und Schule dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Zur Seite mit den Pressemitteilungen

Stellungnahme des Stadtjugendrings Hannover zur KFN-Studie - Vorgelegt zur Anhörung am 24. August 2009

Diskusssion um Jugendzentren im Jugendhilfeausschuss in Hannover

Auf Antrag der FDP beschloss der Jugendhilfeausschuss am 23. Februar 2009 eine Expertendiskussion über eine umstittene Studie des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Prof. Dr. Christian Pfeiffer hatte darin den Schluss gezogen, dass Jugendzentren zur Verstärkung von Jugendgewalt beitragen. Die Diskussionsrunde wird Jugendamt vorbereitet. Vertreter der Offenen Jugendarbeit hoffen, in dieser Runde die umstitttenen Thesen qua erfolgreicher Praxis widerlegen zu können. Eingeladen werden sollen auch Vertreter der Expertengruppe "Offene Jugendarbeit" (siehe weiter unten unter "Originaldokumente").
Beschlossenen Antrag der FDP im Hannoverschen Jugendhilfeauschussherunterladen

Prof. Dr. Christian Pfeiffer in Mülheim an der Ruhr

Auf Einladung der Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, der Essener Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinziehr und des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises An der Ruhr, Helmut Hitzbleck, kam Prof. Dr. Christian Pfeiffer am Dienstag, 17. Februar 2009 nach Mülheim an der Ruhr. er referierte dort in der Stadthalle zum Thema "Anstieg der Jugendkriminalität? - Aktuelle Forschungsergebnisse zu Ursachen und Präventionsmöglichkeiten". Ferner gab es eine Podiumsdiskussion.
Programm herunterladen
Einladungsschreiben herunterladen

Die Störer
Kriminologe Christian Pfeiffer sprach in der Stadthalle gerade über das Risiko türkischer Jugendlicher, kriminell zu werden, als plötzlich eine Trillerpfeife ertönte. „So nicht, Herr Pfeiffer. Sie müssen mitkommen, wir nehmen Sie fest”, riefen zwei mit roter Nase Verkleidete, die sich rasch der Bühne näherten. Auf der anderen Seite des Festsaals erklangen kleine Sirenen und zwei Herren im Trenchcoat und Sonnenbrillen eilten nach vorne. Karnevalisten waren die Störer nicht. „Gehört das zur Veranstaltung?”, fragte der Referent verdutzt und schaute zu den Organisatoren. Als die verneinten, signalisierte er mit einer wischenden Handbewegung, dass die Herren vor die Tür begleitet werden sollten. Polizei war ja schließlich in ausreichender Anzahl vertreten. Die ideologisch mit der Spaßguerilla der 60er Jahre verwandten antiautoritären Gruppen sind vor allem bei Weltwirtschaftsgipfeln in Erscheinung getreten. Die Mitglieder rekrutieren sich auch überwiegend aus Alt-68er. Ziel ist es, die Polizei durch Komik zu provozieren. Die Mülheimer Störer blieben friedlich, ohne Verkleidung kehrten sie zurück und hörten zu.
NRZ vom 18. Februar 2009

Am Eingang zur Stadthalle verteilten Mitglieder des Stadtjugendrings und der Arbeitgemeinschaft Offene Tür Mülheim Postkarten mit dem Aufdruck: "Ein Jurist spricht heute wieder über Jugendarbeit. Schuster bleib bei deinen Leisten!"

Die NRZ vom 18. Februar 2009 berichtet über die Veranstaltung und bescheinigt Professor Pfeiffer Eloquenz und Verbohrtheit. Für Empörung sorgte er, als er ausführte, die Sozialarbeiter würden mit Video-Spielen im Jugendzentrum die jungen Leute "anfixen".
Bericht herunterladen
Pressemitteilung der Stadt Mülheim zur Veranstaltung vom 24. Februar 2008 herunterladen


Worum es geht

Aufgrund seiner mangelnden Praxiskenntnisse und der methodologisch falschen Bewertung von Querschnitts-Ergebnissen kommen Prof. Dr. Christian Pfeiffer et al. zu der irrenden Annahme, Jugendhäuser würden Jugendkriminalität verstärken und müssten deshalb geschlossen werden. Dass und wie sie tatsächlich Kriminalität entgegenwirken, ist ihnen offenbar nicht bekannt. Auch seine Hoffnung, Ganztagsschule – verstärkt durch SozialpädagogInnen (aus den geschlossenen Jugendhäusern) – könnte die Problematik lösen, beruht auf Fehlschlüssen und widerspricht allen pädagogischen Erfahrungen
So das Resümee von Norbert Hubweber (LAG Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW), der sich der Mühe unterzogen hat, die Aussagen und Ergbnisse mit denen der Expertengruppe Offene Jugendarbeit (siehe unten unter "Weitere Beiträge 2008) zu vergleichen. Die Gegenüberstellung "Jugendhäuser als Gewaltverstärker schließen! - Pro und Contra" können sich Interessierte hier herunterladen. Die Gegenüberstellung kann als Arbeits- und Argumentationshilfe - auch von der Praxis - verwandt werden, um größeren Schaden von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit abzuwenden. -Dies erscheint um so sinnvoller, da die Originaldokumente zurzeit hier nicht zur Verfügung stehen.

 

Gegenüberstellung der Argumente

 

Gegenüberstellung herunterladen

Die AGOT-NRW hat die Gegenüberstellung auf ihrer Sitzung am 4. Dezember 2008 als ihre Position übernommen.

Aus Gründen der erneuten Aktualität machen wir hier noch einmal den Beitrag "Kinder- und Jugendarbeit ist erfolgreich" von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg) zugänglich. Dieser wurde veröffentlicht im FORUM für Kinder- und Jugendarbeit 1/2007, herausgegeben vom Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg. - Herunterladen


Foto: Detlef Lichterfeld

 

Aktuelle empirische Untersuchungen zur Realität der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

● Delmas, Nanine/Reichert, Julia/Scherr, Albert (2004): Bildungsprozesse in der Jugendarbeit. In: Akademie der Jugendarbeit Baden-Württemberg (Hg.): Jugendarbeit ist Bildung. Stuttgart, S. 86-197

● Delmas, Nanine/Scherr, Albert (2005): Bildungspotenziale der Jugendarbeit. Ergebnisse einer explorativen empirischen Studie. In: Deutsche Jugend, 53. Jg., Heft 3, S. 105–109

● Ernst-Uwe Küster: Fremdheit und Anerkennung. Ethnographie eines Jugendhauses. Beltz Votum (Weinheim, Berlin, Basel) 2003.

● Burkhard Müller, Susanne Schmidt, Marc Schulz: Wahrnehmen können. Jugendarbeit und informelle Bildung. Lambertus Verlag (Freiburg) 2005

● LAG KATH. OKJA NRW: Offene Kinder- und Jugendarbeit in NRW - Empirische Jahresberichte: Ausgaben 2001/2002 bis 2005/2006, 2003-07 (je 24-28 Seiten/A4)

● LAG KATH. OKJA NRW: Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen 2006/2007. Ergebnisse – Vergleiche – Entwicklungen (Der aktuelle, empirischer Jahresbericht)

● Rose, Lotte; Schulz, Marc: Gender-Inszenierungen. Jugendliche im pädagogischen Alltag. Königstein/Ts. 2007

● Cloos, Peter/Köngeter, Stefan/Müller, Wolfgang/Thole, Werner: Die Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit, VS Verlag, Wiesbaden Juli 2007

● Werner Lindner (Hrsg.): Kinder- und Jugendarbeit wirkt. Aktuelle Evaluationsergebnisse zu den Wirkungen der Kinder- und Jugendarbeit. VS Verlag, Wiesbaden 2008

 

Originaldokumente

Aufgrund einer Intervention der DVJJ beim ABA Fachverband steht zurzeit der Beitrag von Prof. Dr. Christian Pfeiffer et al. (Jugendhäuser als Verstärker von Gewalt?) hier nicht im Orginal zur Verfügung. Es scheint allerdings kaum etwas dagegen zu sprechen, die Ausführungen extern zu verlinken. Wir haben hier ein Schaltung auf die Seiten der AGJF Baden-Württemberg vorgenommen und bitten für diesen Umweg um Verständnis. -> Externer Link auf die Seiten der AGJF Baden-Württemberg

Auch die Replik der "Expertengruppe Offene Jugendarbeit" (Jugendhäuser als Verstärker von Gewalt? - Kritische Anmerkungen zu einer Studie) kann hier nicht direkt zugänglich gemacht werden. Dies wiederum geschieht infolge einer weiteren Intervention durch den Juventa Verlag. Der Expertengruppe gehören an: Prof. Dr,. Benno Hafenerger (Universität Marburg), Prof. Dr. Michael May (Fachhochschule Wiesebaden), Prof. Dr. Lotte Rose (Fachhochschule Frankfurt), Prof. Dr. Albert Scherr (Pädagogische Hochschule Freiburg), Prof. Dr. Achim Schröder (Hochschule Darmstadt) und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg). Wir bitten um Verständnis, dass Sie auch hier einen kleinen, hoffentlich kaum zu bemerkenden Umweg in Kauf nehmen müssen. Aus rechtlichen Gründen haben wir die Replik direkt mit der Universität Hamburg verlinkt. -> Zur Replik der Expertengruppe (Externer Link der Universität Hamburg)

 


Foto: Kölner Jugendpark

 

Weitere Verlautbarungen

"Wir brauchen keine Jugendzentren. Mit ihren Sozialkaspern. Wir brauchen Bootcamps. Wo diesen jungen Scheusalen Manieren beigebracht werden. Junge Schweine, zu deren Freizeitbeschäftigung mittlerweile 'Busfahrerklatschen' zählt. Mal ein Jahr lang schuften lassen, dass die Knochen krachen, Tag für Tag, dann braucht's keine Jugendzentren mehr."

"Volkes Stimme" - entnommen den SPIEGEL ONLINE-Forum  "Jugendzentren schließen?" -  Eingerichtet am 3. Dezember 2008

 

Stadtjugendring wehrt sich gegen Pauschalurteile und eindimensionale Lösungsvorschläge

Der Stadtjugendring Hannover betont am 5. Dezember 2008 die integrativen Möglichkeiten der Offenen Jugendarbeit. Der Vorstand des Stadtjugendringes hat sich mit den umstrittenen Thesen des hannoverschen Kriminologen Pfeiffer beschäftigt und eine Erklärung verabschiedet. - Herunterladen

Offene Arbeit vereitelt Straftaten

Die Verantwortlichen des Jugendtreffs Bemerode kritisieren die Vorwürfe von Christian Pfeiffer. Sie werfen ihm "pauschale Kritik" und "Stigmatisierung von Jugendlichen als Kriminelle" vor. Die Stadtteilausgabe Bemerode der HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung) vom 4. Dezember 2008 berichtete. - Artikel herunterladen

 

SPIEGEL ONLINE heizt den Konflikt an

SPIEGEL ONLINE vom 3. Dezember 2008 berichtet: "Jugendzentren - Kampf um die Kiddies": Brutale Cliquen, Drogenmissbrauch, überforderte Sozialarbeiter: Kriminologe Christian Pfeiffer sieht in Jugendzentren "Brutstätten der Gewalt" und fordert ihre Schließung. Kritiker laufen Sturm gegen die Initiative - und rühmen Sozialpädagogen als die wahren Helden des Alltag. 

Link zum Artikel

Anmerkung der NAGEL-Redaktion: Die Zitate von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker in dem SPIEGEL ONLINE-Text entstammen nicht - wie es erscheinen könnte  - aus einem Gespräch mit dem SPIEGEL, sondern aus zwei älteren Texten, die nicht direkt zu den Behauptungen von Prof. Dr. Christian Pfeiffer zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Beziehung stehen. Es handelt sich um eine Rezension von 2003  zu "Ernst-Uwe Küster: Fremdheit und Anerkennung. Ethnographie eines Jugendhauses" in socialnet und um einen Text Sturzenheckers von 2004 aus "deutsche jugend – Zeitschrift für die Jugendarbeit" (Heft 11/2004, S. 463-465) mit dem Titel: "Kleinkriege gegen Jugendliche".

 


Foto: Rainer Deimel

Streit um Jugendzentren: Kriminologe schlägt schrittweise Abschaffung vor

Um den Fortbestand der Jugendzentren in Hannover ist ein heftiger Streit entbrannt. Christian Pfeiffer, der Chef des Kriminolgischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), hatte bereits bei der Vorstellung seiner Studie zur Jugendgewalt im Sommer das Konzept der Zentren scharf angegriffen. Die Hannoversche Allgemeine Zeit vom 25. November 2008 berichtet. - Herunterladen

 

Jugendzentren sind Bildungsorte und keine Brutstätten für Kriminelle

Bayerischer Jugendring zum Interview von Christian Pfeiffer in der "Süddeutschen Zeitung": Der Bayerische Jugendring verurteilt die aktuelle Diffamierung der Offenen Jugendarbeit durch den Kriminologen Christian Pfeiffer in der "Süddeutschen Zeitung" - Jugendzentren und andere Einrichtungen fördern die Entwicklung sozialer Kompetenzen und Werthaltungen - Pressemitteilung des Bayerischen Jugendringes vom 24. November 2008 herunterladen

 

Christian Pfeiffer im Interview in der "Süddeutschen Zeitung"

Prof. Dr. Chrisitan Pfeiffer zur Finanzierung der Ganztagsschulen: "Ich hätte da schon eine Idee: Die Städte sollten ihre Jugendzentren zusperren. Wir haben Erkenntnisse, dass Jugendzentren heute genauso wie Hauptschulen Ballungszentren für Jugendliche aus sozialen Randgruppen sind und damit die Jugendgewalt verstärken. Die Sozialarbeiter sollten lieber in den Schulen arbeiten. Diese müssten sich nachmittags zu Stadtteilzentren entwickeln, wo sich die ganze Jugendarbeit konzentriert." - Interview aus der "Süddeutschen Zeitung" vom 24. November 2008 herunterladen - Kopie des Orginals aus der Süddeutschen Zeitung" vom 24. November 2008 herunterladen

Expertengruppe Offene Jugendarbeit: Jugendhäuser als Verstärker von Gewalt?

Kritische Anmerkungen zu einer Studie von Christian Pfeiffer. Der Expertengruppe gehörten an: Prof. Dr. Benno Hafeneger (Universität Marburg), Prof. Dr. Werner Lindner (Fachhochschule Jena), Prof. Dr. Michael May (Fachhochschule Wiesbaden), Prof. Dr. Lotte Rose (Fachhochschule Frankfurt), Prof. Dr. Albert Scherr (Pädagogische Hochschule Freiburg), Prof. Dr. Achim Schröder (Hochschule Darmstadt) und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg). - Zurzeit nicht zugänglich!

 

Einladung

Am Dienstag, 18. November 2008, erging eine Einladung des Stadtjugenrings Hannover e.V. an seine Mitgliedsverbände. Hingewiesen in dem Schreiben wurde auf eine Veranstaltung mit Prof. Dr. Christian Pfeiffer am 24. November 2008 in Hannover. Der Stadtjugendring bittet darum das Schreiben an Interssierte weiterzuleiten, was wir hiermit gern tun:

Betreff: Einladung zum Diskussionsforum

Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Mitgliedsverbänden,

im letzten HA hatten wir euch den Beitrag von Christian Pfeiffer zu "Sind Freizeitzentren eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt?" vorgestellt und angefangen zu diskutieren.
Nun lädt Herr Pfeiffer für den 24.11.2008 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "November der Wissenschaft" der Stadt Hannover zu einem Diskussionsabend ein (siehe Anhang). Im zweiten Teil der Diskussion soll es um seinen Beitrag gehen, mit dem Vorschlag modellhaft in Hannover ein bis zwei Freizeitzentren zu schließen und die frei werdenden SozialarbeiterInnen an die Schulen zu versetzen. Eintritt ist frei.
In dem Zusammenhang senden wir euch auch die Stellungnahme der Expertengruppe Offene Jugendarbeit zum Papier von Pfeiffer.
Bitte leitet diese Mail an Interessierte weiter!

Es grüßt euch
Bianca Pitschke
Mit freundlichen Grüßen
Stadtjugendring Hannover e.V.
Bianca Pitschke
Geschäftsstellenleiterin
Fon: 49(0)511 - 88 41 17
Fax: 49(0)511 - 809 44 54
www.sjr-hannover.de

Dem Schreiben waren angehängt:

Die Einladung des KfN zur Veranstaltung - Herunterladen

Die Replik der Expertengruppe Offene Jugendarbeit: Jugendhäuser als Verstärker von Gewalt? – Kritische Anmerkungen zu einer Studie von Christian Pfeiffer - Die Replik ist zum Herunterladen ein Stück weiter unten unter "Weitere Beiträge 2008" eingestellt.

Der Beitrag "Sind Freizeitzentren eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt?" von Christian Pfeiffer, Susann Rabold und Dirk Baier. Dieser Beitrag steht nach einer Intervention der DVJJ unter Berufung auf die Urheberschaft zurzeit hier nicht zur Verfügung (siehe unten: "Hinweis zur Quelle").

 

Hinweis zur Quelle

In einem Gespräch mit der Geschäftsführung der DVJJ (Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen)  am 11. November 2008 hat die NAGEL-Redaktion zugestimmt, die Links auf die Untersuchung einstweilen zu deaktivieren. Die DVJJ als Herausgeberin der ZJJ wies darauf hin, dass ihr die Publikation von Originalbeiträgen - wie dem hier in Rede stehenden - ein wichtiges Anliegen sei. Deshalb sei eine Übernahme in das Internet nicht erwünscht. Die Redaktion der ZJJ wird sich in Kürze mit dem Thema befassen. Dort soll über eine Lösung nachgedacht werden. Die DVJJ stellt in Aussicht, ersatzweise einen Beitrag zur Verfügung zu stellen, der demnächst von hier aus geladen werden kann.

 

Schreiben des Kriminologischen Forschungsinstituts vom 26. August 2008 an die Hannoveraner Jugendzentren

Beitrag zu „Jugendgewalt und Freizeitzentren“

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat im Jahr 2006 in Hannover eine Befragung aller Schülerinnen und Schüler der 7. und 9. Jahrgangsstufe durchgeführt.  Inhaltliche Schwerpunkte der Untersuchung waren u.a. das gewalttätige Verhalten der Jugendlichen sowie deren Gewaltopfererfahrungen im häuslichen und außerhäuslichen Bereich. Im Rahmen dieser Studie haben wir auch Informationen zum Besuch von Freizeitzentren erfasst. Bereits in der Vergangenheit haben wir dazu Stellung bezogen, ob und warum es einen Zusammenhang zwischen dem Besuch von Freizeitzentren und der Bereitschaft, sich gewalttätig zu verhalten, gibt. Unsere Überlegungen konnten wir nun erneut empirisch prüfen. In der Anlage zu diesem Schreiben finden Sie die Ergebnisse dieser Sonderauswertung. Der Beitrag wird im nächsten Heft des DVJJ-Journals erscheinen. Wir möchten Ihnen diesen Beitrag aber vorab zur Kenntnis bringen, da er für Ihre Arbeit sicherlich relevant ist.

Mit freundlichen Grüße

Das Autorenteam

Anlage: Sind Freizeitzentren eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt? Von Christan Pfeiffer, Susann Rabold und Dirk Baier - Herunterladen - Kann zurzeit nicht geladen werden!

Anmerkung der Redaktion: Dem Vernehmen nach hat die Stadt Hannover im Jahr 2005 870.000 Euro Förderung für die Freizeitzentren gestrichen. Damit ist jeweils die dritte Fachkraftstelle entfallen. Die Untersuchung fand 2006 statt.

 


Foto: Rainer Deimel

 

Beiträge 2008

Expertengruppe Offene Jugendarbeit: Jugendhäuser als Verstärker von Gewalt?

Kritische Anmerkungen zu einer Studie von Christian Pfeiffer. Der Expertengruppe gehörten an: Prof. Dr. Benno Hafeneger (Universität Marburg), Prof. Dr. Werner Lindner (Fachhochschule Jena), Prof. Dr. Michael May (Fachhochschule Wiesbaden), Prof. Dr. Lotte Rose (Fachhochschule Frankfurt), Prof. Dr. Albert Scherr (Pädagogische Hochschule Freiburg), Prof. Dr. Achim Schröder (Hochschule Darmstadt) und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg). - Zurzeit nicht zugänglich

 

Sind Jugendzentren eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt?

Von Christian Pfeiffer, Susann Rabold und Dirk Baier –  Herunterladen - Kann nicht mehr geladen werden! Druckrechte liegen bei der Zeitschrift ZJJ, deren Herausgeberin die DJVV ist. Beim hier zuvor eingestellten Beitrag handelte es sich um eine Kopie des Artikels.

 

Mitarbeiter und Sachmittel der Jugendzentren komplett in die Schulen verlegen

Professor Christian Pfeiffer am 13. Oktober 2008 in Hamm: Jugendzentren verkaufen! - Zur Seite

 

Prof. Dr. Werner Lindner antwortet

Kommentar zur Veröffentlichung „Sind Freizeitzentren eigenständige Verstärkungsfaktoren der Jugendgewalt?“ von Christian Pfeiffer, Susann Rabold und Dirk Baier - Zur Seite

 

Jugendkriminalität: Stadt kritisiert Pfeiffer-Studie

Die Kritik an der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) setzt sich fort. Am 24. Juli 2008 stärkte die Stadt Hannover den von Insitutsdirektor Christian Pfeiffer kritisierten Jugendzentren demonstrativ den Rücken. "Was dort gemacht wird, ist ein ganz wichtiger Baustein erfolgreicher Jugendarbeit und Krimnialitätsprävention", so Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Der Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 24. Juli 2008 berichtete. - Herunterladen

 

Jugendgewaltsstudie: Wundern über schlechtes Abschneiden

Die Studie des Pfeiffer-Instituts zu Jugendgewalt ernet trotz ihrer guten Ergebnisse nicht nur Lob. Mehrere Bürgermeister wundern sich über das schlechte Abschneiden der Studie und haben Zweifel. Die Hannoversche AllgemeineZeitung vom 23. Juli 2008 berichtete - Artikel herunterladen

 

Jugendkriminalität in Hannover ist zurückgegangen

Die Jugendkriminalität in Hannover ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich zurückgegangen. Grund hierfür sei vor allem das gute Engagement der Zivilgesellschaft, sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer. Der Hannoveraner Polizeipräsident ist dagegen, einzelne Stadtteile zu stigmatisieren. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. Juli 2008 berichtet - und veröffentlicht auf ihren Internetseiten eine Zusammenfassung "Jugendgewalt und Jugenddelinquenz in Hannover - Aktuelle Befunde und Entwicklungen seit 1998". Autoren sind Susann Rabold, Dirk Baier und Christian Pfeiffer. In dieser Veröffentlichung heißt es unter anderem: "Die Daten der Schülerbefragung machen ferner deutlich, dass es falsch wäre, wie bisher darauf zu vertrauen, dass ... Freizeitheime und Jugendzentren für die Kinder und Jugendlichen aus sozialen Randgruppen genügend Antworten auf die ... Probleme bieten. Diese Einrichtungen haben sich ... erneut nicht als Nachmittagsoption erwiesen, die dem Hineinwachsen in Delinquenz und Jugendgewalt oder Medienverwahrlosung effektiv entgegenwirkt. Wir sollten stattdessen alle Kraft darauf verwenden, die Schulen zu Stadtteilzentren für Kinder und Jugendliche auszubauen, die auch nach dem Ende eines Schultages für den späteren Nachmittag und Abend attaktive Angebote für Schüler bereit halten. ... Die Sozialpädagogen, die bisher in der Offenen Arbeit nur einen kleinen Ausschnitt der Jugendlichen erreichen können, hätten so die Möglichkeit, ihre Angebote an alle Schüler zu richten." (Seite 10) Die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. Juli 2008 berichtet ferner über die Befragungsmethode bei der KFN-Studie.

Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 22. Juli 2008 herunterladen

Zusammenfassung und Ausblick "Jugendgewalt und Jugenddelinquenz in Hannover - Aktuelle Befunde und Entwicklungen seit 1998 - Zur Verfügung gestellt von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 22. Juli 2008 - Herunterladen

Artikel "Die KFN-Studie: So wurde gefragt" aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 22. Juli 2008 herunterladen

 

Studie: Weniger Straftaten von Jugendlichen in Hannover

Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), hat am 22. Juli 2008 die neueste KFN-Studie der Jugendkriminalität vorgestellt. In Hannover ist sie erheblich gesunken. - Die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. Juli 2008 berichtet - Herunterladen

Wer ist Christian Pfeiffer?

Diese Frage versucht Armin "Farlion" Meier in seinem Farliblog zu beantworten. Auf die Seite mit weiterführenden Links gelangt man hier.

 


Foto: Kölner Jugendpark

 

Frühere Vorfälle

2006 gab es eine Debatte, die als "Affäre Pfeiffer" publiziert wurde. Als sich die Wogen scheinbar geglättet hatten, wurde in der NAGEL-Redaktion überlegt, die entsprechenden Seiten vom Netz zu nehmen. Etliche Beteiligte waren allerdings der Auffassung, diese würden noch gebraucht. Insofern haben wir sie - zwecks weiterer Nutzung - in das ABA-Internetarchiv überführt - eine offensichtlich klug vorausschauende Entscheidung. Aus aktuellem Anlass können Sie nunmehr von hier aus direkt dorthin gelangen. Zu den Seiten: Die Affäre Pfeiffer

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 7. September 2011

 

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