ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

März 2011



 

                                     

Aktuell im März 2011

40 Jahre ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

In diesem Jahr wird der ABA Fachverband 40 Jahre alt. Gegründet wurde er 1971 als Landesarbeitsgemeinschaft Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze NRW. Mitbegründer und Hauptinitiator war übrigens der heutige Regierungspräsident von Arnsberg, Prof. Dr. Gerd Bollermann. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Verband mehr und mehr zu einem Fachverband der Offenen Kinder- und Jugendarbeit – über die pädagogisch betreuten Spielplätze hinaus. So kamen beispielsweise die Spielmobile und später auch zahlreiche Jugendzentren hinzu. Diese Entwicklung ist erfreulich. Hinsichtlich der Offenen Arbeit mit Kindern (Grundschulalter) werden seitens des Verbandes nach wie vor insbesondere die Abenteuerspielplätze (zu denen wir auch die angeschlossenen Jugendfarmen zählen) und die Spielmobile als die „am ehesten originär kinderspezifischen Ansätze“ (10. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, 1998) erlebt und definiert. Als erfreulich erleben wir auch die Etablierung des Verbandes als Plattform für ehrenamtliche Spielplatzpaten, die die Palette der Offenen Arbeit konstruktiv bereichern.

Der ABA Fachverband steht für offensive Konzepte (z.B. „Risiko als Spielwert“). Seit einigen Jahren führt er den Leitspruch „Der Verband für handlungsorientierte Pädagogik“ in Kombination mit seinem Namen; dies macht auch für andere Felder interessant, etwa für die Erlebnispädagogik. Da der Verband darüber hinaus sehr engagiert ist in Sachen kinder- und familienfreundlicher Umweltgestaltung, kann er auch als „fachpolitische Bühne“ für Stadt- und Umweltgestaltung begriffen werden. Von Beginn an unterstützt er die UN-Kinderrechtkonvention – 1989 von der UNO verabschiedet – und ihre Vorgängerin, die „Deklaration über die Rechte der Kinder“ (UNO 1959).

Seine inhaltliche Ausrichtung verortet der Verband unter den Prämissen Bildung und Gesundheitsförderung (im salutogenetischen Sinne), ergänzt inzwischen durch Familienunterstützung. Im systemischen Sinne steht diese im Zusammenhang mit der Förderung junger Menschen, zumal der Bedarf an Begleitung durch die Mitglieder der einzelnen Familien (Eltern, Großeltern usw.) zunehmend unmissverständlich geäußert wird. Als Leitmotive und -ziele gelten Partizipation, Emanzipation und Integration. Bezüglich Integration findet im Verband augenblicklich ebenso eine Auseinandersetzung dahingehend statt, den pädagogisch-gesellschaftlichen Wert von Inklusion stärker in den Fokus zu nehmen. Inklusion in diesem Sinne schließt nach Auffassung des ABA Fachverbandes vor allem auch die Aspekte der sozialen und kulturellen Inklusion mit ein.

Der ABA Fachverband ist gut vernetzt. So gehört er zum Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Haus der Offenen Tür Nordrhein-Westfalen (AGOT-NRW) an, des Weiteren dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (der PARITÄTISCHE), der Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile und dem Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze. Hinsichtlich spezifischer pädagogischer Anliegen ist der ABA Fachverband beispielsweise mit dem Deutschen Kinderschutzbund, dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Landesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik sowie den Landesarbeitsgemeinschaften Mädchen- und Jugendarbeit NRW verbunden. Eine detaillierte Übersicht über die Vernetzung gibt es im Internet.

Der ABA Fachverband präsentiert sich als bunter Verband, wenn man die Palette der Mitgliedschaft betrachtet: Er ist sowohl in eher bodenständigen Zusammenhängen präsent wie auch bei Initiativen, die sich als sehr innovativ begreifen. Er ist parteipolitisch und konfessionell ungebunden. Neben freien finden auch kommunale Träger hier eine fachlich-inhaltliche Plattform.

Seit einigen Jahren ist der Verband exponiert im Internet präsent. Bei diesem Schritt gab es die Überlegung, ob es nur eine knappe Vorstellung der Existenz und die inhaltlichen Schwerpunkte geben oder ob das ABA-Netz gleichzeitig eine Arbeitsplattform für Interessierte an den vertretenen Arbeitsfeldern sein soll; die Entscheidung fiel zugunsten der letztgenannten Variante. Dass dieser Schritt erfolgreich war, mag der Besuch von fast 170.000 verschiedenen Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2010 im ABA-Netz belegen, die über 2 Millionen Mal auf die angebotenen Seiten zugriffen. Dass es sich bei den Besucherinnen und Besuchern nicht nur um reine „Zufallsbegegnungen“ per Internet-Suchmaschine handelt, konnten wir bei der Auswertung des letzten Jahres ebenso feststellen. Eine erkleckliche Anzahl von über 500 Menschen haben sich länger als eine halbe Stunde im ABA-Netz aufgehalten, etliche sogar länger als eine Stunde. Bestätigung bekommt der Verband auch von Schulen und Hochschulen, in denen das ABA-Netz durchaus als hilfreiches Arbeitsforum genutzt wird.

Im ABA Fachverband haben sich augenblicklich gut 520 Mitglieder organisiert, davon über 460 in Nordrhein-Westfalen. Über die organisierten Mitglieder werden mehr als 350 nordrhein-westfälische Einrichtungen vertreten. Ein symbolisch schönes Ziel könnte sein, in diesem Jahr für jedes Jahr des Bestehens ein neues Mitglied in NRW zu „werben“. Damit würden wir die 500er-Marke überschreiten. Vielleicht klappt dies, wenn möglichst viele Mitglieder versuchen, eine weitere Einrichtung zur Mitgliedschaft zu gewinnen. Außerdem bleibt zu hoffen, dass es bei der aktuellen Neuaufstellung des Kinder- und Jugendförderplans (2011-2015) gelingt, die öffentliche Förderung des Verbandes auf eine angemessenere Grundlage zu stellen. Nach 40 Jahren wäre dies was!

Der ABA Fachverband verzichtet darauf, anlässlich des 40-jährigen Bestehens eine spezielle Veranstaltung durchzuführen. Allerdings soll die diesjährige Mitgliederversammlung am 22. September genutzt werden, um dort mit der einen oder anderen Besonderheit aufzuwarten. Bitte den Termin schon mal vormerken! Weitere Informationen wird es beizeiten geben.

i-Punkt 2/2011

Durch ein technisches Versehen wurde der Versand der letzten (Februar-)Ausgabe unseres Informationsdienstes i-Punkt leider zu früh abgebrochen. Aufmerksam darauf wurden wir leider erst relativ spät, nachdem eine Kollegin bei uns anfragte, ob es den i-Punkt jetzt nur noch im mitgliederinternen Netz gäbe. Unsere „Kontroll“-Adressen wurden, sodass wir selbst vom Abbruch des nichts mitbekommen haben. Logischerweise blieben so auch die Hinweise auf nicht zugestellte Sendungen aus. Dass sich die Kollegin die besagte Ausgabe dort heruntergeladen hat, freut uns – zumal wir damit bestätigt bekommen, dass das relativ neue interne Netz auch adäquat genutzt wird. Da sich die Nachfragen häuften, sind wir dem nachgegangen. Wir hatten geplant, den Versand ein weiteres Mal komplett durchzuführen, konnten ihn aber an der Stelle fortsetzen, an der er zuvor gestoppt wurde. Insofern dürften sich manche Empfänger(innen) über die späte Zustellung gewundert haben.

Da sich derartige Vorkommnisse (hinsichtlich technischer Probleme bzw. Versehen) nicht immer ausschließen lassen, bitten wir unsere treuen Leser(innen), uns nach Möglichkeit möglichst umgehend – telefonisch! – darüber zu verständigen, wenn die Sendung nicht zum Monatsanfang eingetroffen sein sollte. Rückmeldungen per E-Mail – wie im vergangenen Monat auch geschehen – garantieren nicht immer ein umgehendes Handeln unsererseits, da es mittlerweile aufgrund unzureichender Kapazitäten auch länger dauern kann, bis wir die Zeit finden, diese zu lesen.

Wir bedanken uns auf jeden Fall für das Verständnis, das Sie uns entgegenbringen und die Unterstützung unserer Arbeit. Übrigens kann man unsere Arbeit auch hervorragend unterstützen, indem man Mitglied im ABA Fachverband wird! Die Mitgliedsbeiträge können selbstverständlich steuerlich geltend gemacht werden, da der ABA Fachverband als gemeinnützig anerkannt ist. Beitrittsformulare sind im ABA-Netz unter Mitglied im ABA Fachverband werden zu finden.

40 Jahre AGOT-NRW

1971 wurde die AGOT-NRW, die Arbeitsgemeinschaft Haus der Offenen Tür Nordrhein-Westfalen, gegründet. Sie vertritt über 1.200 Offene Einrichtungen im Lande. Dem Zusammenschluss gehören die Landesarbeitgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit (KLAG), die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft Haus der Offenen Tür (ELAGOT), das Falken Bildungs- und Freizeitwerk (FBF) sowie der ABA Fachverband an. Letztgenannter ist dem Verband 2005 beigetreten, nachdem er zuvor der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit angehört hat. Langjähriger Vorsitzender der AGOT-NRW ist Hans-Jürgen Dahl (ELAGOT), Stellvertreter Volker Lemken (KLAG), Norbert Kozicki (FBF) und Rainer Deimel (ABA).

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens wird es am 28. Juni 2011 im nordrhein-westfälischen Landtag einen Festakt geben. Jeder der vier Verbände hat die Möglichkeit, hierzu 20 Ehrengäste einzuladen. Die Ehrengäste des ABA Fachverbandes wurden inzwischen alle ausgewählt. Hierbei wurden Personen berücksichtigt, die innerhalb der verbandlichen Arbeit besonders aktiv sind und waren, z.B. die Ehrenmitglieder Prof. Dr. Hiltrud von Spiegel und Prof. Wilfrid Polke.

Die AGOT-NRW wird in diesem Jahr ebenso ihr Positionspapier („Programm und Positionen“) neu herausgeben. Dabei wird es grundsätzliche Fortschreibungen geben, etwa hinsichtlich des Themas „Kommunale Bildungslandschaften“.

Weitere Informationen erscheinen im i-Punkt sowie im Internet der AGOT-NRW und des ABA Fachverbandes. Wir bitten um Beachtung.

 

 

 

Mitgliederinterner Bereich im ABA-Netz

Sofern Sie Mitglied sind und Interesse an einem Zugang zum neuen mitgliederinternen Bereich im ABA-Netz haben, wenden Sie sich bitte an das ABA-Büro in Dortmund. Von dort erhalten Sie eine E-Mail mit Ihren Zugangsdaten. Bitte bei der Anfrage nach Möglichkeit Ihre Mitgliedsnummer mitteilen!

„Verkaufsbörse“ im ABA-Netz

Seit ein paar Jahren gibt es im ABA-Netz die „Verkaufsbörse“. Hier sind Firmen zu finden, mit denen der ABA Fachverband Vereinbarungen mit dem Ziel getroffen hat, ABA-Mitglieder bei Einkäufen, Dienstleistungen usw. zu begünstigen. Bislang waren die Firmen im offenen Bereich (unter „Mitglieder- und Trägerservice“) zu finden. Einige der bis vor kurzem hier befindlichen Hinweise und Dokumente haben wir nunmehr in den mitgliederinternen Bereich überführt. Sollten Sie noch keinen Zugang haben, können Sie diesen per E-Mail anfordern.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 3. Mai 2011 (de)

 

 

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.| Clarenberg 24 | D-44263 Dortmund | e-mail: ABA@ABA-Fachverband.org