ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

Fachpolitik aktuell




Wahlgang: Politiker! Wir kommen! - Foto: Rainer Deimel

 



Die fachpolitische Klammer der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW: die AGOT

In der AGOT-NRW wird der ABA Fachverband vertreten durch Eva Jostarndt und Rainer Deimel.

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Um den Nutzer(inne)n des ABA-Netzes ihre Recherche möglichst einfach zu machen, halten wir eine stärkere Differenzierung sowie eine ausgefeiltere Sortierung unserer Seiten hin und wieder für erforderlich. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, diese Seite zum 1. Juli 2009 an den Start zu bringen. Aufgrund ihrer übergeordneten und basalen Bedeutung ist sie ab sofort auch vom Menü aus (links im Bild) zu erreichen. Bei den eingestellten Beiträgen handelt es sich zum Teil um Inhalte, die sich zuvor beispielsweise auf unserer Aktuellen Monatseite befanden. Darüber hinaus gibt es auch Artikel und Hinweise, die im ABA-Netz exklusiv auf dieser Seite stehen bzw. auf Unterseiten zu finden sind, die Sie von hier aus erreichen. 

Wir freuen uns, wenn unsere Entscheidung zu diesem neuen Angebot bei Ihnen auf Gegenliebe stößt, ebenso darüber, Sie bald hier wieder begrüßen zu können.

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen



2010

Bundesfamilienministerin beruft Bundesjugendkuratorium

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat am 13. Juli 2010 im Namen der Bundesregierung 15 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zu Mitgliedern des Bundesjugendkuratoriums (BJK) für die 17. Legislaturperiode berufen. Das BJK berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe.

„Jugendpolitik ist eine Querschnittsaufgabe. Deshalb bedarf es aller Kräfte, um die Jugendpolitik zu stärken und weiterzuentwickeln“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. „Gute Lebensbedingungen für junge Menschen und faire Chancen für alle zu schaffen, den Kampf gegen Kinderarmut aufzunehmen und die Herausforderungen der frühkindlichen Bildung zu meistern – all das können wir nur gemeinsam angehen. Ich freue mich, dass das Bundesfamilienministerium auf ein kompetentes Beratergremium setzen kann, das uns bei der Entwicklung einer engagierten und eigenständigen Jugendpolitik unterstützt.“ Neben diesen Themen wird sich das Bundesjugendkuratorium mit Fragen zur Gestaltung der Europäischen Jugendpolitik beschäftigen, aber auch mit aktuellen Themen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Das BJK setzt sich zusammen aus Sachverständigen aus Wissenschaft und Forschung sowie Vertreterinnen oder Vertretern für die Länder, die Kommunen, den Jugendbereich, die Kirchen, Arbeitgeber und Verbände. Folgende Mitglieder wurden berufen:

▪ Dr. Fabienne Becker-Stoll, Staatsinstitut für Frühpädagogik
▪ Doris Beneke, Bundesverband der Diakonie
▪ Dr. Christoph Braß, Zentralkomitee der deutschen Katholiken
▪ Mike Corsa, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.
▪ Georg Ehrmann, Deutsche Kinderhilfe
▪ Prof. Dr. Hans-Peter Füssel, Humboldt Universität Berlin
▪ Uwe Lübking, Deutscher Städte- und Gemeindebund
▪ Prof. Dr. Joachim Merchel, Fachhochschule Münster
▪ Sybille von Obernitz, Deutscher Industrie- und Handelskammertag
▪ Martina Reinhardt, Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
▪ Prof. Dr. Helga Theunert, Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und Universität Leipzig
▪ Prof. Dr. Ahmet Toprak, Fachhochschule Dortmund
▪ Ulrike Werthmanns-Reppekus, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband NRW
▪ Julia von Weiler, Innocence in Danger e.V.
▪ Dr. Ute Ziegenhain, Universitätsklinikum Ulm

Weitere Informationen zur Politik der Bundesregierung für Kinder und Jugendliche zum BJK finden Sie unter www.bundesjugendkuratorium.de.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 13. Juli 2010

Expertise zur Lage der Kinder- und Jugendarbeit

Im Rahmen des Bündnisses für die Jugend haben wir (Thomas Rauschenbach, Stefan Borrmann, Wiebken Düx, Reinhard Liebig, Jens Pothmann und Ivo Züchner) eine Expertise zur „Lage und Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg“ erstellt. Da diese im März dieses Jahres fertig gestellte Arbeit mittlerweile vom Auftraggeber freigegeben und auf der Internet-Seite des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren herunterzuladen ist, nutze ich diesen Anlass, um darauf hinzuweisen. Die entsprechende Adresse lautet: http://www.sozialministerium-bw.de/de/Jugendarbeit/102972.html.

Ich denke und hoffe, dass die darin formulierten Situationsbeschreibungen, Analysen und Folgerungen auch für diejenigen von Interesse sein können, die mit der Kinder- und Jugendarbeit außerhalb des Landes Baden-Württemberg zu tun haben.

Dr. Reinhard Liebig, TU Dortmund (Juni 2010)

Anmerkung der NAGEL-Redaktion: Die Expertise wurde uns ebenfalls freundlicherweise von Reinhard Liebig zur Verfügung gestellt. Sie ist im ABA-Netz zu finden unter „NAGEL-Redaktion“ -> „Offene Kinder- und Jugendarbeit“.

Offene Kinder- und Jugendarbeit und Prävention

Einen lesenwerten und erkenntnisreichen Beitrag unter dem Titel „Präventionsansätze für Kinder- und Jugendliche im non-formellen und informellen Bildungsbereich“ liefert Holger Schmidt von der TU Dortmund mit Datum vom November 2009. Es handelt sich dabei um eine Expertise für die Enquetekommission III des nordrhein-westfälischen Landtags („Erarbeitung von Vorschlägen für eine effektive Präventionspolitik in NRW“). Norbert Hubweber von der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW machte uns erfreulicherweise mit Schreiben vom 28. Juni 2010 auf die Expertise aufmerksam. Der Kollege Norbert Hubweber weist in seinem Schreiben ebenfalls darauf hin, dass sich diese im Gegensatz zu den jüngsten Verlautbarungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (Prof. Dr. Christian Pfeiffer) auf „wertvolle Weise“ unterscheide. Die differenzierte Betrachtungsweise des Präventionsbegriffs in der Arbeit ist ferner für die Kinder- und Jugendarbeit recht hilfreich.

In Kontext „Offene Kinder- und Jugendarbeit“ schreibt Holger Schmidt: „Zusammenfassend stellt sich die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Jugendzentren in Bezug auf Delinquenzprävention als ein vielversprechender sozialpädagogischer Arbeitsansatz dar. Einerseits findet sich in den Einrichtungen die potentielle Klientel, andererseits deuten einige empirische Erkenntnisse auf eine positive präventive Wirkung hin. Als lückenhaft präsentiert sich die bisherige und aktuelle Forschung auf diesem Gebiet, aber auch die Praxis ist angehalten, sich weiterhin für dieses Thema zu sensibilisieren. „Progressive Freizeitpädagogik hat Auseinandersetzungen und Konflikte der Jugendlichen untereinander und mit gesellschaftlichen Instanzen immer als wachstums- und entwicklungsfördernd begriffen und ist schlichten Regelungs- und Ordnungsprinzipien mit Vorbehalten entgegengetreten. Doch während im Zusammenhang mit politischer Bildung über das Entstehen großer gesellschaftlicher Konflikte gearbeitet und über deren Auswirkungen auf Lebenslage und Lebensalltag Jugendlicher nachgedacht wurde, fand kaum eine nähere Beschäftigung mit den Konfliktverläufen statt, die im eigenen Mikrokosmos Freizeitheim stattfanden und mit den dabei möglichen und erforderlichen Handlungsweisen der MitarbeiterInnen“ (Becker 1998: 461). Für die Umsetzung in die Praxis sind jedoch oben bezifferte fehlende Forschungsergebnisse unerlässlich.“ (Holger Schmidt: Präventionsansätze …, S. 24). aus: i-Punkt 7/2010

Expertise als Arbeitshilfe herunterladen

NRW: Projektförderung ohne strukturelle Absicherung der Jugendhilfeträger sinnlos

Der Dortmunder Jugendhilfeträger "Erleben Lernen Erfahren" zieht einen Antrag an das Land im Rahmen des "Pakts mit der Jugend 2010" zurück. In einem Schreiben an das Landesjugendamt Westfalen-Lippe bezieht Stefanie Janne Klar vom ELE e.V. Stellung, weshalb der erlebnispädagogische Verein aus Dortmund erstmalig einen Antrag an das Land zurückziehen muss, der Kinder und Jugendliche über handlungsorientierte Arbeit hätte fördern können – und sich zugleich gezwungen sieht, den Bereich der Kinder- und Jugendprojektarbeit nach jahrelangem Kampf um finanzielle Mittel aufzugeben.

Janne Klar möchte dadurch exemplarisch auf die derzeitige Schieflage hinweisen, die an etlichen Stellen beobachtet werden kann: Auf der einen Seite ist der Bedarf nach professioneller Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen größer als je zuvor, auf der anderen Seite ziehen sich engagierte freie Träger wie der Verein „Erleben Lernen Erfahren“ zurück, die den Bedarf decken könnten.

Beweggründe werden erläutert, um auf Missstände und untragbare Rahmenbedingungen in der Förderungslandschaft in Land und Kommune aufmerksam zu machen und den Fachverband dabei zu unterstützen, Änderungen zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen herbeizuführen.
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Bericht der NRW-Enquetekommission Präventionspolitik

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hatte eine Enquetekommission zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine effektive Präventionspolitik eingerichtet. Diese hat ihren Bericht an die Landtagspräsidentin des Landtages übergeben und am 12. März 2010 auf einer Pressekonferenz erläutert. Die 35 Handlungsempfehlungen sollen helfen, die Präventionsarbeit des Landes zu stärken. Der vorliegende Abschlussbericht beinhaltet 35 Empfehlungen. Es handelt sich um konkrete Vorschläge für die Bereiche frühe Hilfen, Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendstrafrechtspflege. Deutlich wird, dass sich die Jugendhilfe "rechnet": Jeder in die Jugendhilfe investierte Euro spart langfristig drei Euro Folgekosten.
Bericht herunterladen

9. Kinder- und Jugendbericht des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht

Der 9. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung NRW wurde im Februar 2010 veröffentlicht. Der Kinder- und Jugendbericht wird jeweils zum Ende einer Legislaturperiode von der Landersregierung erstellt und beschreibt die Entwicklungen und Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Der Bericht trägt den Titel "Bildung, Teilhabe, Integration - Neue Chancen für junge Menschen in Nordrhein-Westfalen". Anlässlich seiner Veröffentlichung betonte Jugendminister Armin Laschet, Bildung sei mehr als Schule, vielmehr sei Bildung die Fähigkeit, selbstveranmtwortlich zu handeln und eigene Interessen wahrzunehmen; sie schaffe ein Bewusstsein dafür, dass man ein Recht und die Chance habe, sich selbst zu verwirklichen. Mit einem solchen Verständnis komme den Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit eine neue Bedeutung zu. Insbesondere zählen hierzu dem Minister zuolge die Einrichtungen der Offenen Kinder- und  Jugendarbeit. Sie hätten einen selbstständigen Bildungsauftrag zu erfüllen und sich in die "Bildungslandschaft vor Ort" einzubringen.
Der Bericht kann hier heruntergeladen werden

Große Anfrage 41: Jugendliche in Nordrhein-Westfalen - Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt 314 Fragen in 31 Kapiteln

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen haben am 5. Oktober 2009 die Große Anfrage 41 formuliert und verfügt über die erstaunliche Anzahl von 314 Fragen in 31 Kapiteln. Sie stand unter dem Thema „Jugendliche in NRW: Perspektiven durch Teilhabe, Geschlechter- und Generationengerechtigkeit“.

Verantwortlich für die Beantwortung am 18. Februar 2010 (ausgegeben am 1. März 2010) war das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. Weiterhin involviert waren der Ministerpräsident, das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, das Finanzministerium, das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, das Innenministerium, das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, das Ministerium für Schule und Weiterbildung, das Ministerium für Bauen und Verkehr, das Justizministerium, das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landswirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien.

Die für ABA-Mitglieder unmittelbar oder mittelbar relevanten Aussagen wurden bzw. werden im i-Punkt in mehreren Folgen veröffentlicht. Interessierte erfahren hier mehr.

 

2009

Positionspapier "Kinder- und Jugendarbeit - Wirkungen, Prinzipien und Rahmenbedingungen einer kommunalen Pflichtaufgabe"

Positionspapier des Landschaftverbandes Westfalen-Lippe

Im Zentrum der Aktivitäten der Jugendämter, aber auch der politischen Arbeit in den Jugendhilfeausschüssen stehen – schon aufgrund der finanziellen Dimension – in der Regel die Kindertageseinrichtungen und die Erziehungshilfen. Die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit darf darüber nicht vergessen werden, auch wenn sie nicht selten – allerdings zu Unrecht! – als freiwillige Leistung bezeichnet wird.
Wert und Effekte der Kinder- und Jugendarbeit lassen sich belegen. Die Konstituierung der kommunalen Jugendhilfeausschüsse nach den Kommunalwahlen im August 2009 sind ein guter Anlass, sie einmal in übersichtlicher Form zusammenzufassen. Diesem Zweck soll das Positionspapier dienen, dass der LWL-Landesjugendhilfeausschuss auf Vorschlag des Landesrates Hans Meyer in seiner Sitzung am 16. September 2009 beschlossen hat.
Die (finanziellen) Schwerpunkte in diesem Aufgabenfeld müssen auf Basis der örtlichen Bedarfe festgelegt werden. Dazu gibt es ein gut geeignetes Instrument: den seit 2004 obligatorischen kommunalen Kinder- und Jugendförderplan. Viele Jugendämter nutzen dieses Instrument, um z.B. auf der Basis von Analysen der Inhalte und Nachfrage von Angeboten in Jugendzentren die Schwerpunkte der Kinder- und Jugendarbeit zu diskutieren und bei Bedarf auch zu verändern. (Aus einem Schreiben des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe vom 9. Oktober 2009)
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Bildung - Integration - Teilhabe - Kinder- und Jugendpolitik gestalten

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ - vom 1. Oktober 2009
Inhalt
1. Recht auf Kindheit und Jugend sichern
2. Interessen und Rechte gegenüber anderen Gruppen verteidigen
3. Benachteiligungen entgegenwirken
4. Indisviduelle Entfaltung und soziale Gerechtigkeit durch Bildung sichern
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Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien und ihre Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit

Eine Dokumentation der Konferenz der Großstadtjugendringe vom 27. bis 29. März 2009 in Bochum (Hg.: Kinder- und Jugendring Bochum (2009)
Inhalt
Armut von Kindern und Jugendlichen
   Dr. Michael Klundt: Ursachen und erscheinungsformen von Armut für Kinder, Jugendliche und Familien
   Prof. Benno Hafeneger: Auswirkungen von Armut auf die Jugendverbandsarbeit
   Norbert Kozicki: Auswirkungen von Armut auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit
   Forderungskatalog des Falken Bildungs- und Freizeitwerkes NRW
Armut in Bochum - Vorstellung von Hilfsangeboten
Berichte aus den Großstadtjugendringen
Vorstellung des Projektes "Ö"
Presseinformationen
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Aktionbündnis Kinderrechte: Kindeswohl muss im Mittelpunkt stehen!

„Kinderrechte ins Grundgesetz“ als notwendiges Signal gefordert

Das Aktionsbündnis Kinderrechte (UNICEF, Deutsches Kinderhilfswerk und Deutscher Kinderschutzbund) fordert CDU/CSU und FDP auf, das Kindeswohl und die Rechte der Kinder ins Zentrum der Koalitionsverhandlungen zu stellen. „Die neue Bundesregierung muss ein klares Signal setzen. Deshalb gehört die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz in das neue Regierungsprogramm“, erklärten die Vorsitzenden der drei großen deutschen Kinderrechtsorganisationen am 13. Oktober 2009 in Köln und Berlin.
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Bündnis „Recht auf Spiel“

Kinder haben heute nur wenig Gelegenheit, ihre Neugier und ihren Bewegungsdrang, kurz ihren Spieltrieb, selbständig ausleben zu können. Seien es unüberwindbare Straßen oder wenig tolerante Nachbarn oder schlicht eine langweilige Wohnumgebung – viele Gründe haben dazu geführt, dass Kinder heute in ihrer Freizeit eher vor dem Computer oder in einer Bildungseinrichtung anzutreffen sind und weniger draußen beim Spielen. Dabei ist in der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf Spiel verankert. Um Kinder wieder mehr Spiel-Raum zu schaffen, wurde 2008 das Bündnis Recht auf Spiel gegründet. Mitglieder können alle werden, die ein Interesse daran haben, dass Kinderspiel draußen wieder zu einer Selbstverständlichkeit wird. Ein erster großer Erfolg waren die Aktionen des Bündnisses zum Weltspieltag 2009. Das nächste größere Ziel ist, am Weltspieltag am 28. Mai 2010 noch öffentlichkeitswirksamer auf das Recht auf Spiel hinzuweisen.
Ich vertrete den ABA Fachverband im Bündnis „Recht auf Spiel“ und möchte im i-Punkt auch weiterhin über das Thema berichten. Für Fragen, Anregungen und Ideen bin ich immer ansprechbar.
Christiane Richard-Elsner

Anmerkung der NAGEL-Redaktion:
Dr. Christiane Richard-Elsner ist Mitglied im Beirat des ABA Fachverbandes.
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Professor Pfeiffer und Jugendzentren als "Brutstätten der Gewalt": Anhörung im Hannoveraner Rathaus

Die Ausschüsse für Jugendhilfe, Schule und Migrationsangelegenheiten hatten für den 24. August 2009 zu einer Anhörung ins Hannoveraner Rathaus geladen. Hintergrund: Die umstrittenen Thesen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, in denen es unter anderem hieß, Jugendgewalt werde durch den Besuch von Jugendzentren verstärkt, sie seien eine Brutstätte der Gewalt. In der Anhörung stand der Direktor des Insituts, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, laut "Neuer Presse Hannover" vom 25. August 2009 mit diesen Anwürfen allein. Laut Albert Scherr, Professor in Freiburg, der als einer von sieben Experten anwesend war, zeige die Studie eher, dass auch "Problemjugendliche" von der Jugendarbeit erreicht werden, und zwar sei die Offene Jugendarbeit die einzige, der dies gelinge. Dafür allerdings benötige sie gut ausgestattete Einrichtungen und viel Personal. Ferner kritisierte er in Richtung Pfeiffer, Jugendarbeit und Schule dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

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Stellungnahme des Stadtjugendrings Hannover zur KFN-Studie - Vorgelegt zur Anhörung am 24. August 2009

Bundestag: Zulässigkeit von Kindergärten und Spielplätzen in Wohngebieten verbessern - Antrag zur Änderung des Baurechts

Die Bundesregierung soll die bauplanrechtliche Zulässigkeit von Kindergärten, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen in reinen Wohngebieten „effizient“ verbessern. Dies forderten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD in einem Antrag (16/13624),der am 2. Juli 2009 im Bundestag beraten wurde. Soweit diese Einrichtungen überwiegend der Betreuung von Kindern dienen, die in den jeweiligen Gebieten wohnen, sollen diese Einrichtungen in der Baunutzungsverordnung auch in reinen Wohngebieten generell für zulässig erklärt werden, heißt es weiter. Um die Rechtsicherheit für solche Einrichtungen zu erhöhen, müssen auch die derzeit geltenden Regelungen des Lärmschutzes weiterentwickelt werden. Die von den Kinderspielplätzen und Kindergärten ausgehenden „natürlichen Geräusche“ hätten unter einem besonderen Toleranzgebot der Gesellschaft zu stehen. Diese sollten daher zukünftig regelmäßig nicht mehr als sogenannte schädliche Umweltauswirkungen für die Nachbarschaft bewertet werden können und damit grundsätzlich auch keine wesentlichen Beeinträchtigungen für benachbarte Grundstücke darstellen, fordern die Fraktionen.
Antrag lesen
Deutscher Bundestag vom 2. Juli 2009 -
hib/MIK

Im i-Punkt 7/2009 und 8/2009 wurden mehrere Beiträge zum Thema dokumentiert. Sie können auf einer speziellen Seite nachgelesen werden.
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Weltspieltag 2009: Aufruf an verantwortliche Kommunen

Am 28. Mai 2009 wurde zum zweiten Mal der Weltspieltag begangen. Dieser Tag wurde vom ABA Fachverband unter anderem mit der Forderung verbunden, erneut darauf hinzuweisen, dass die vom 10. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (1998) als die am ehesten kindgerechten ausgewiesenen Einrichtungen - Abenteuerspielplätze, Kinderbauernhöfe und Spielmobile - nach wie vor bei weitem nicht ausrecheichend existieren. Dabei sind sie für Kinder mittlerweile wichtiger denn je. Im Kommentar der Bundesregierung hieß es seinerzeit: "Die Bundesregierung sieht als wünschenswert an, die kinderbezogenen Angebote wie Abenteuerspielplätze und Spielmobile flächendeckend zu verstärken." Die kommunalpolitisch Verantwortlichen seien auf diesem Wege noch einmal daran erinnert, dass den Worten kaum Taten gefolgt sind. Das Gejammer über zunehmenden Bewegungsmangel und andere Erscheinungen hilft da nicht weiter. Wir haben kein Erkenntnisdefizit! Wir haben es mit Umsetzungsproblemen zu tun!

Leverkusener Erklärung

"Pakt Ihr das? - Für einen Politikwechsel im Bereich der Kinder- und Jugendförderung" - Verabschiedet von dem Fachkongress "Aufwachsen offensiv mitgestalten", der am 30. und 31. März 2009 in Leverkusen stattfand. Veranstalter: Landesjugendamt Rheinland in Kooperation mit der AGOT-NRW, dem Paritätischen Jugendwerk NRW und der TU Dortmund. In der Erklärung heißt es u.a.: Offene Kinder- und Jugendarbeit trägt dazu bei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu schaffen. Um den Abbau der Kinder- und Jugendarbeit zu stoppen, ist ein deutliches Signal der Regierungsparteien in NRW notwendig: Der Kinder- und Jugendförderplan muss mindestens auf 96 Millionen Euro kommen, die vor der Landtagswahl 2005 von den beiden Regierungsparteien in ihren Entwürfen für ein Kinder- und Jugendfördergesetz NRW vertreten wurde.
Gesamte Erklärung herunterladen

Enquete-Kommission II im nordrhein-westfälischen Landtag: Chancen für Kinder


Ergebnisse der Enquete-Kommission II

Zur Seite gelangt man per Mausklick auf den Titel.

Beschluss des ABA Vorstandes zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit vom 24. November 2008
Der ABA Vorstand hat die Resultate der Enquete-Kommission II begrüßt und zugleich festgestellt, es stünde im Widerspruch zu den programmtischen Erklärungen, dass seit Mitte der 90er-Jahre ein erheblicher Angebotsrückgang in der Kinder- und Jugendarbeit erfolgte. Es wird zu einem Wechsel in der Kinder- und Jugendpolitik aufgerufen, demzufolge die Arbeit mit den jungen Menschen, deren Förderung sowie die Förderung der Personalkosten auszuweiten seien.
Den gesamten Beschluss herunterladen

Veranstaltung der AGOT-NRW zum Bericht der Enquetekommission am 26. Januar 2009 in Herne
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Impulspapier zur Arbeit der Enquetekommission
Anke Oskamp, Mitarbeiterin der LAG Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW, gab während der Veranstaltung am 26. Januar 2009 in Herne eine Stellungnahme ab. Das Impulspapier kann hier heruntergeladen werden.
Impulspapier herunterladen

 

2008

Nationales Bündnis für das Recht auf Spiel im Roten Rathaus in Berlin gegründet

Am 28. November 2008 wurde das Nationale Bündnis für das Recht auf Spiel im Roten Rathaus in Berlin gegründet. Dazu erklärte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Spielen macht Spaß, setzt Phantasie frei, ist soziales Training und ist die ganzheitliche Lerntechnik. Dafür braucht es öffentliche Frei- und Bewegungs- räume und ein starkes nationales Netzwerk, das dafür eintritt“.

In den Städten und Gemeinden verschwindet das Spiel von Kindern draußen, im Freien immer mehr. Die bespielbare Stadt und Gemeinde braucht eine Lobby in Deutschland, gleich, ob es um den Erhalt von Spielplätzen und Kindertagesstätten, naturnahe Schulhöfe, spielkulturelle Angebote oder die Beteiligung von Kindern an der Stadtplanung geht.

Peter Apel, Stadtplaner aus Dortmund, Sprecher des Spielraumbeirates des Deutschen Kinderhilfswerkes und Mitglied im Beirat des ABA Fachverbandes, unterstreicht „Mit dem Bündnis Recht auf Spiel gelingt es, ein längst überfälliges Netzwerk unterschiedlicher Berufe auf den Weg zu bringen, das sich Art. 31 der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet fühlt“.

Günther Beltzig, Spielplatzdesigner, stellte heraus: „Einen guten Spielplatz zu bauen heißt, gerade keinen Spielplatz zu bauen. Kinder müssen überall spielen können, sie brauchen Räume zum Entdecken und Verändern“.

„Auch die Bundeshauptstadt Berlin räumt auf: Kinder und Jugendliche werden von öffentlichen Plätzen vertrieben. Der Potsdamer Platz ist nur ein prominentes Beispiel, der Bereich Alexanderplatz immer wieder in der Diskussion. Viele kleine, nicht nur innerstädtische Plätze, kämpfen mit dem gleichen Problem“, ergänzte Heiko Wichert, Platzmanagement Alexanderplatz, Stiftung SPI.

Mit dem Weltspieltag am 28. Mai 2008 haben rund 100 Initiativen ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sie für diese Ziele gemeinsam eintreten. Das Deutsche Kinderhilfswerk wird diesem Bündnis, an dem der ABA Fachverband beteiligt ist, einen Rahmen geben, und die Initiative wurde am 28. November 2008 erstmalig der Öffentlichkeit vorstellen.

Kriminologie vs. Sozialpädagogik - "Pfeiffer - Die Zweite"

Der Disput mit Professor Dr. Christian Pfeiffer ist im Oktober 2008 erneut entflammt. Aus diesem Grund sieht sich der ABA Fachverband in der Pflicht, diesen inhaltlich zu begleiten und Positionen - durchaus im Sinne der Kinder- und Jugendarbeit - zu dokumentieren. Zu finden ist die über diesen Link. Bereits 2006/2007 gab es einen Disput zwischen diversen Wissenschaftler(inne)n und Praktiker(inne)n mit dem Professor aus Hannover. Dieser ist hier im Netz dokumentiert unter "Die Affäre Pfeiffer". Die Beiträge sind vor einiger Zeit in unser Archiv überführt worden. Interessierte können sie auch hier laden: -> Zur "Affäre Pfeiffer: Professor Pfeiffer kann es nicht lassen"

Bielefelder Erklärung: Pädagogik der Aufklärung


Universität Bielefeld

Bielefelder Erklärung
Pädagogik der Aufklärung statt Disziplinierung der Unterprivilegierten
Erklärung herunterladen
Erklärung unterzeichnen

 

Hilfreiche Dokumente

Mit der Publikation "Offene Kinder- und Jugendarbeit - Programm und Positionen" legt die AGOT-NRW seit dem Jahr 2000 die dritte aktualisierte Fassung ihrer fach- und jugendpolitischen Positionierung der interessierten Öffentlichkeit vor.

Broschüre herunterladen

 

Hier sehen Sie den Titel der Broschüre Auf dem Weg zur gelingenden Schule. Diese Streitschrift ist das Ergebnis der Arbeit der Kommission Jugendarbeit und Schule der AGOT-NRW. Die Kommission war ein Jahr lang aktiv (2005 und 2006). Die Mitglieder der Kommission sind in der Broschüre aufgeführt. Vorgestellt wurden die Ergebnisse während einer Fachtagung am 26. September 2006 im Landesjugendamt in Köln. Der ABA Fachverband hat die die Inhalte der Broschüre am 20. September 2006 zu seiner aktuellen bildungspolitischen Position erklärt. Sie können sich die Broschüre hier laden, indem Sie auf den Titel klicken. (34 Seiten, 3 MB) In gedruckter Form kann sie bestellt werden  bei der AGOT-NRW.

 

Empfehlungen des ABA Fachverbandes



Pakt mit der Jugend NRW





Die Internetseite des NRW-Bündnisses "Eine Schule für alle" ist auch über eine eigene Adresse erreichbar, nämlich www.nrw-eineschule.de.

 

LandesschülerInnen-Vertretung NRW

Kampagne der LandeschülerInnen-Vertretung "Eine Schule für alle"

 

 



Der ABA Fachverband erklärt sich mit der Hamburger Kampagne "Entschlossen Offen!" solidarisch.

Zum Hintergrund der Kampagne

Kampagne-Broschüre herunterladen

 

Zum neuen Kindergartengesetz in Nordrhein-Westfalen (Kinderbildungsgesetz KiBiz)

 

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 2. August 2010 (de)

 

 

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.| Clarenberg 24 | D-44263 Dortmund | e-mail: ABA@ABA-Fachverband.org